Vermisster Mirco Autobesitzer verweigert DNA-Test

Per Massengentest versucht die Polizei in Mönchengladbach das Verschwinden des elfjährigen Mirco aufzuklären. Dabei sollen alle VW-Passat-Fahrer in der Region überprüft werden. Doch einer von ihnen hat sich bereits geweigert, eine Speichelprobe abzugeben.

DPA

Grefrath - Im Fall des verschwundenen Mirco aus Grefrath hat bislang ein Autohalter die Abgabe einer freiwilligen Speichelprobe verweigert. Ansonsten sei die Unterstützung der Maßnahme durch die Bevölkerung "riesengroß", sagte Polizeisprecher Willy Theveßen am Dienstag. Die Maßnahme sei freiwillig - wer sie verweigere, sei deswegen noch nicht verdächtig, betonte der Beamte. Bei Massen-Gentests wollen meist einige Menschen keine Probe abgeben, da sie solche Untersuchungen grundsätzlich ablehnen.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Täter mit einem VW-Passat-Kombi unterwegs war. Dafür kommen in der Region mehr als 2500 Autos in Frage. Sämtliche Halter werden derzeit von der Polizei überprüft und die Fahrer um eine Speichelprobe gebeten. Sollte sich Täter-DNA auf den Asservaten finden, könnte sie zugeordnet werden.

Der elfjährige Mirco wird seit dem 3. September vermisst. Er war auf dem Heimweg von einer Skater-Anlage verschwunden, zurück blieb am Wegesrand sein Fahrrad. Später wurden an verschiedenen Straßen in der Umgebung Kleidungsstücke des Kindes entdeckt. Die Polizei geht von einem Sexualverbrechen aus.

jdl/dpa



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