Vierfachmord von Eislingen Anwalt legt Revision ein

Andreas H. hat laut Ulmer Landgericht seine Eltern und Schwestern kaltblütig getötet und muss dafür lebenslang ins Gefängnis. Gegen dieses Urteil hat der Anwalt des Vierfachmörders nun Revision eingelegt.

AP

Ulm - Das Landgericht Ulm verurteilte Andreas H. am Mittwoch wegen Mordes aus Habgier zu einer lebenslangen Haftstrafe und stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest. Gegen dieses Urteil hat der Anwalt des Vierfachmörders von Eislingen nun Revision eingelegt. Er habe das Schreiben am Donnerstag an das Landgericht geschickt, sagte der Stuttgarter Rechtsanwalt Hans Steffan.

Sobald er das schriftliche Urteil erhalten habe, werde er auch die Begründung seiner Anfechtung nach Ulm schicken. Dann werde das Landgericht die Akte zum Bundesgerichtshof nach Karlsruhe weiterleiten. Für das schriftliche Urteil hat das Landgericht jedoch mehrere Wochen Zeit.

Gemeinsam mit einem Schulfreund hatte der damals 18-jährige Andreas H. laut Urteil seine Eltern und seine beiden Schwestern im vergangenen April kaltblütig erschossen. Selbst erfahrenen Gutachtern gab der Täter Rätsel auf. H. wurde letztlich nach Erwachsenenstrafrecht verurteilt. Sein heute 20-jähriger Mittäter erhielt hingegen eine Jugendstrafe von zehn Jahren.

hut/dpa

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