Messerattacke in Viersen Teenager wegen Mordes an Ex-Freundin verurteilt

In einem Park erstach ein 17-Jähriger ein zwei Jahre jüngeres Mädchen. Nun hat das Landgericht Mönchengladbach den Täter verurteilt - wegen heimtückischen Mordes.

Gedenken am Tatort (Archivbild)
DPA

Gedenken am Tatort (Archivbild)


Wegen der tödlichen Messerattacke auf ein 15-jähriges Mädchen in Viersen am Niederrhein hat das Landgericht Mönchengladbach den Ex-Freund des Opfers schuldig gesprochen. Die Richter verurteilten den zur Tatzeit 17 Jahre alten Mann wegen Mordes zu neun Jahren und sechs Monaten Haft, wie ein Gerichtssprecher mitteilte.

Der junge Mann habe das Mädchen dem Urteil zufolge heimtückisch in einem Park erstochen. Das Opfer habe zu keinem Zeitpunkt mit dem Angriff gerechnet. Zum Tatmotiv machte das Gericht öffentlich keine Angaben. Der Täter wurde nach Jugendstrafrecht verurteilt, das für Morde eine Höchststrafe von zehn Jahren vorsieht.

Das Mädchen hatte sich nach früheren Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft kurz vor der Tat im Juni vergangenen Jahres von dem jungen Mann getrennt. Die Anklage war von einer Eifersuchtstat ausgegangen.

In einer beim Prozessauftakt verlesenen Erklärung hatte der Angeklagte behauptet, er habe seine Ex-Freundin nicht töten, sondern ihr einen Denkzettel verpassen wollen. Nach früheren Angaben der Staatsanwaltschaft hatte er jedoch am Morgen des Tattags zwei Freunden ausführlich erzählt, dass er das Mädchen töten wolle.

mxw/dpa



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