Volkmarsen Mehr Menschen bei Fahrt in Karnevalszug verletzt als zunächst angenommen

Im Februar fuhr ein Auto im nordhessischen Volkmarsen in eine Menschenmenge. Nachträglich haben sich Dutzende weitere Opfer bei der Polizei gemeldet.
Polizeieinsatz in Volkmarsen: Zahlreiche Kinder wurden verletzt

Polizeieinsatz in Volkmarsen: Zahlreiche Kinder wurden verletzt

Foto: Uwe Zucchi/ dpa

Rund drei Wochen, nachdem ein Auto im nordhessischen Volkmarsen in einen Rosenmontagszug gefahren ist, hat sich die Zahl der Verletzten auf 154 erhöht. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt mit.

Einen Tag nach der Tat hatte die Polizei noch von rund 60 körperlich versehrten Opfern gesprochen, darunter 18 Kinder. Mehrere Personen hätten erst nachträglich seelische oder körperliche Beeinträchtigungen bemerkt, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft.

Einige der Verletzten litten demnach unter einer posttraumatischen Belastungsstörung. Zuvor hatte der Hessische Rundfunk berichtet.

Der Fahrer, ein 29-jähriger Mann, soll sein Auto absichtlich in die Menschenmenge gefahren haben. Er sitzt unter anderem wegen des Verdachts auf versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung in Untersuchungshaft. Der mutmaßliche Täter schweigt laut Generalstaatsanwaltschaft zu den Vorwürfen. Die Ermittler haben keine Hinweise auf eine politische Motivation für die Tat.

kko/dpa
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