Hessen Eritreer nach Angriff in Wächtersbach aus Krankenhaus entlassen

Durch einen Bauchschuss wurde ein Mann aus Eritrea bei einem rassistisch motivierten Angriff in Hessen schwer verletzt. Nun konnte der 26-Jährige das Krankenhaus verlassen.

Tatort in Wächtersbach (Archiv)
RONALD WITTEK/EPA-EFE/REX

Tatort in Wächtersbach (Archiv)


Nach dem rassistisch motivierten Angriff auf einen Eritreer in der osthessischen Kleinstadt Wächtersbach ist der Mann aus dem Krankenhaus entlassen worden. Das berichtete der Bürgermeister der Stadt im Main-Kinzig-Kreis, Andreas Weiher. Der Genesungsprozess werde aber noch eine Weile dauern.

Die Stadt habe dabei geholfen, dass der 26-Jährige psychologische Unterstützung erhalte. Um das Geschehen zu verarbeiten, wolle dieser Wächtersbach verlassen, berichtete Weiher weiter.

Ein 55 Jahre alter Deutscher aus einem Nachbarort hatte am 22. Juli den jungen Mann mit einem Bauchschuss schwer verletzt und sich danach das Leben genommen. Der Schütze wurde wenig später leblos in einem Auto entdeckt. Das Opfer konnte nach dem Angriff durch eine Notoperation gerettet werden.

Bürgermeister Weiher hofft, dass die Stadt nun wieder zur Ruhe kommen und die gesellschaftlichen Gruppen, wie in den vergangenen Jahren auch, friedlich zusammenleben könnten. Durch die Tat sei auch Wächtersbach ein Stück weit zum Opfer geworden.

Die Ermittler gehen bei dem 55-Jährigen von einem "frustrierten, isolierten Einzeltäter" aus, der aus rassistischen Motiven habe morden wollen.

cmb/dpa



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