Beihilfe zum Drogenhandel Ex-Fußballprofi Walter Kelsch zu drei Jahren Haft verurteilt

Der frühere Fußballnationalspieler Walter Kelsch muss für drei Jahre ins Gefängnis - wegen Beihilfe zum Drogenhandel. Der 62-Jährige half seinem Sohn, einen großen Webshop mit Nachschub zu versorgen.
Walter Kelsch (Archiv)

Walter Kelsch (Archiv)

Foto: imago/ Pressefoto Baumann

Walter Kelsch wurde 1984 Deutscher Meister mit dem VfB Stuttgart und spielte viermal für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft. Nun ist der Ex-Profi wegen Beihilfe zum Drogenhandel im großen Stil zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Landau sah es als erwiesen an, dass der 62-Jährige seinem Sohn dabei half, einen großen Drogen-Webshop mit Nachschub zu beliefern.

Die Ware war nach Darstellung der Ermittler unter dem Schlagwort "Chemical Love" im Internet - teilweise auch im Darknet - verkauft worden. Es war nach Einschätzung der Experten einer der bundesweit größten Drogen-Webshops. Auch Kokain, Haschisch, LSD und Ecstasy-Pillen sollen verkauft worden sein.

Kelsch wurde für schuldig befunden, seinem Sohn, einem der Haupttäter, in einigen Fällen bei der Einfuhr größerer Mengen Drogen aus den Niederlanden sowie bei Verkauf und Versand geholfen zu haben. Die Staatsanwaltschaft hatte für den 62-Jährigen viereinhalb Jahre Haft gefordert. Die Verteidiger hatten auf Freispruch plädiert.

In das Urteil fließt nach Angaben eines Gerichtssprechers eine frühere Verurteilung ein. Im Sommer hatte das Stuttgarter Landgericht Kelsch wegen Anlagebetruges zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Die Strafe gegen einen Mitangeklagten wurde nach Angaben des Sprechers ausgesetzt. Diese Möglichkeit sehe das Gesetz unter bestimmten Umständen vor. Der Sohn des Ex-Fußballers und zwei weitere Männer waren bereits zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

wit/dpa
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