Tötung von CDU-Politiker Lübckes Mörder und Bundesanwaltschaft legen Revision ein

Der Mörder Walter Lübckes ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden, abgeschlossen ist der Fall aber noch nicht: Der Täter und die Ankläger wollen nun, dass sich der Bundesgerichtshof damit befasst.
Die Angehörigen Walter Lübckes: Das Urteil ist gefallen, das Verfahren geht weiter

Die Angehörigen Walter Lübckes: Das Urteil ist gefallen, das Verfahren geht weiter

Foto: Kai Pfaffenbach / dpa

Im Strafverfahren um den Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke haben der verurteilte Mörder Stephan Ernst und die Bundesanwaltschaft Revision gegen das Urteil eingelegt. Dies teilte eine Sprecherin des Oberlandesgerichts Frankfurt mit.

Der 47 Jahre alte Ernst war am Donnerstag zu lebenslanger Haft verurteilt, im zweiten Anklagepunkt des versuchten Mordes an einem irakischen Geflüchteten aber freigesprochen worden. Die Verteidigung hatte auf Totschlag plädiert (mehr darüber lesen Sie hier).

Bereits am Montag hatte der Mitangeklagte Markus H. Revision eingereicht. In erster Instanz wurde er vom Vorwurf der Beihilfe freigesprochen, erhielt wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz aber eine Bewährungsstrafe.

Die Familie Lübcke, die als Nebenklägerin auftrat, wollte zunächst in Ruhe über das Urteil nachdenken. Die Revision muss innerhalb einer Woche schriftlich eingelegt werden – also bis Donnerstag. Zuständig ist der dritte Strafsenat des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe.

mxw/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.