Todesstrafe Weißrussland richtet erneut Mörder hin

Seit 1991 hat Weißrussland mehr als 400 Menschen hingerichtet. In diesem Jahr sind bereits drei Menschen vom autoritären Regime erschossen worden. Die Angehörigen erfahren zumeist nichts.


Weißrussland hat nach Informationen der Menschenrechtsorganisation Viasna zum dritten Mal in diesem Jahr einen Bürger des Landes hingerichtet. Weißrussland ist der letzte Staat in Europa und der ehemaligen Sowjetunion, der weiterhin die Todesstrafe vollstreckt.

Erschossen wurde demnach ein 31-jähriger Mann, der im Februar dieses Jahres wegen dreifachen Mordes verurteilt worden war. Seit 1991 hat der diktatorische Staat mehr als 400 Menschen hingerichtet. Angehörige werden zumeist nicht darüber informiert, wann oder wo die Exekution stattfindet. Zudem erfahren sie nicht, wo der Leichnam begraben wurde.

Regelmäßig appellieren weltweit Politiker und Organisationen an Weißrussland, Hinrichtungen zumindest erst einmal auszusetzen.

msc/AP



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