Wiener U-Bahn Mann schubst dunkelhäutige Frau auf Gleise

Ein 51-Jähriger soll eine dunkelhäutige Frau in Wien rassistisch beleidigt und anschließend auf U-Bahn-Gleise geschubst haben. Die 36-Jährige verletzte sich bei dem Sturz schwer, konnte jedoch vor dem Eintreffen einer Bahn gerettet werden. Der Mann sitzt wegen Mordversuchs in Untersuchungshaft.


Wien - In einer Wiener U-Bahn-Station ist es offenbar zu einem rassistisch motivierten Streit gekommen: Ein 51-Jähriger soll sich durch zwei dunkelhäutige Frauen gestört gefühlt haben, die laut mit einem Handy telefoniert hätten, berichtet der österreichische Sender ORF. "Er stänkerte die Frauen an und beschimpfte sie rassistisch", sagte demnach Polizeisprecher Thomas Keiblinger. Anschließend soll der Mann eine der Frauen auf den Kopf geschlagen und auf die Gleise gestoßen haben.

Die 36-Jährige wurde gerettet, weil ein unbekannter Zeuge den Not-Stopp betätigte und so die U-Bahn am Einfahren in die Station Taborstraße hinderte, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtet. Die Frau verletzte sich bei ihrem Sturz schwer.

Beamte nahmen den 51-jährigen Tatverdächtigen fest, nachdem er versucht hatte zu fliehen. Er sitzt nun wegen Mordversuchs in Untersuchungshaft. Laut ORF gab er an, sich nicht rassistisch geäußert zu haben. Er habe sich bedroht gefühlt und versucht, die Frau durch den Stoß auf Distanz zu halten.

aar/dpa/dapd

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