Winsen an der Luhe Feuer in Flüchtlingsunterkunft gelegt - Bewohner festgenommen

Im niedersächsischen Winsen an der Luhe ist eine Flüchtlingsunterkunft in Brand geraten, die Polizei nahm einen 17-jährigen Bewohner fest. In Rheinland-Pfalz hat ein inhaftierter Mann inzwischen gestanden, Feuer in einer Flüchtlingsunterkunft gelegt zu haben.

Feuerwehrmänner in Winsen an der Luhe
DPA

Feuerwehrmänner in Winsen an der Luhe


Eine als Flüchtlingsunterkunft genutzte ehemalige Turnhalle in Winsen an der Luhe hat am Sonntag gebrannt. Ein 17 Jahre alter Bewohner habe vermutlich das Feuer im Schlafraum des Gebäudes gelegt, teilte die Polizei in Niedersachsen mit. Die Beamten nahmen den Jugendlichen fest.

Schon kurz nach dem Ausbruch des Feuers war der Hausmeister aufmerksam geworden. Der Mann versuchte, den Brand zu löschen. Die Flammen griffen aber schnell auf das ganze Haus über. Die 25 in der Unterkunft untergebrachten Jugendlichen blieben unverletzt.

Die Löscharbeiten dauerten am frühen Nachmittag noch an, es gab eine starke Rauchentwicklung.

Brandstifter aus Rheinland-Pfalz gesteht Tat

Bei der Brandstiftung eines auch als Flüchtlingsunterkunft genutzten Hauses im rheinland-pfälzischen Bingen hat ein festgenommener Mann aus Syrien jetzt die Tat gestanden. Bei dem Brand des Gebäudes waren in der Nacht zum Donnerstag vier Bewohner und zwei Feuerwehrleute verletzt worden. In dem Mehrfamilienhaus wohnten neben Deutschen und Saisonarbeitern auch Flüchtlinge. Aufgrund von Hakenkreuz-Schmierereien hatten Ermittler zunächst einen rechtsradikalen Hintergrund in Erwägung gezogen.

Nach seiner Verhaftung am Samstagabend stritt der Syrer Tat zunächst ab, gestand sie dann aber. Er hatte seinen Angaben zufolge den Brand allein im Keller gelegt. Auch die Hakenkreuze seien von ihm, er wollte damit von der Tat ablenken. Nach Polizeiangaben wohnte der Syrer etwa seit einem halben Jahr in der Unterkunft.

wit/hei/dpa



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