Entführung in Mecklenburg Mann hat Baby stundenlang in seiner Gewalt - SEK überwältigt ihn

Erst nach mehreren Stunden konnte die Polizei Entwarnung geben: In Wismar hat ein Mann in einer Ausländerbehörde einen Großeinsatz des SEK ausgelöst. Der 22-Jährige wurde festgenommen.

Polizisten bringen einen Mann vor einer Ausländerbehörde in ein Polizeifahrzeug
DPA/Jens Büttner

Polizisten bringen einen Mann vor einer Ausländerbehörde in ein Polizeifahrzeug


In Wismar haben Spezialeinsatzkräfte der Polizei einen Mann überwältigt, der in der Ausländerbehörde sein mutmaßlich eigenes Baby rund fünf Stunden in der Gewalt hatte. Das Kind sei wohlauf und in Obhut genommen worden, teilte die Polizei mit. Zuvor hatte eine Verhandlungsgruppe der Polizei versucht, die Situation friedlich zu beenden - erfolglos. Schließlich griff das SEK ein. Der 22-Jährige aus Ghana sei dabei nicht verletzt worden. Er wurde in Gewahrsam genommen.

Er hatte nach Behördenangaben einen Test gefordert, um seine Vaterschaft zu beweisen und in Deutschland bleiben zu können. Er war zuvor mit der Mutter des Kindes in die Ausländerbehörde des Landkreises Nordwestmecklenburg in Mecklenburg-Vorpommern gekommen. Den Angaben zufolge eskalierte kurz vor 14 Uhr die Situation. Der Mann brachte das Kind in seine Gewalt.

Eine Notärztin eilte in die Behörde und überwachte die Gesundheit des Kindes. Medienberichten zufolge ließ der Mann die Medizinerin an das Kind heran. Sobald sich jedoch Polizisten näherten, sei er aggressiv geworden. Erst kurz vor 21 Uhr gaben Beamte Entwarnung. Demnach habe der Mann der Ärztin das Kind für einen Check übergeben - diesen Moment nutzte das SEK einer Polizeisprecherin zufolge und überwältigte ihn.

bam/dpa

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