Ermittlungen in sieben Bundesländern Festnahmen und Durchsuchungen nach mutmaßlichem Wohnmobilbetrug
Wohnmobile (Symbolbild)
Foto: welcomia / iStockphoto / Getty ImagesDie Polizei hat wegen eines mutmaßlichen Millionenbetrugs mit Wohnmobilverkäufen Objekte in sieben Bundesländern durchsucht und zwei Verdächtige verhaftet. Im Fokus sei dabei eine Firma mit Sitz im oberbayerischen Rosenheim, teilte die Polizei mit . Die Ex-Geschäftsführerin der Firma und ihr Freund sollen unter anderem hohe Anzahlungen für Verkäufe von Wohnmobilen kassiert, die Fahrzeuge aber nie geliefert haben. Die 34-Jährige und der 61-Jährige sitzen demnach in U-Haft.
Die beiden Hauptverdächtigen sowie sechs weitere Verdächtige werden der Insolvenzverschleppung und des Betruges verdächtigt.
Unterlagen und Datenträger sichergestellt
Am vergangenen Dienstag habe die Polizei unter der Führung der »Ermittlungsgruppe Camper« neben den Wohnsitzen und vermutlichen Aufenthaltsorten der Beschuldigten auch vormalige Firmensitze durchsucht. Aktiv seien die Ermittler in Bayern, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Berlin gewesen. Dabei hätten die Beamten zahlreiche Unterlagen und Datenträger sichergestellt. Deren Auswertung werde »noch einige Zeit in Anspruch nehmen«, teilte die Polizei mit.
Die Ermittlungen in dem Fall laufen den Angaben zufolge seit August. Den entstandenen Schaden schätzten die Ermittler auf einen Millionenwert. Man gehe aber davon aus, dass die Zahl der mutmaßlichen Geschädigten in ganz Deutschland noch weiter steigen werde. Über das Vermögen der Firma sei inzwischen ein Insolvenzverfahren eröffnet worden. Die Ermittlungen wegen Betrugs und Insolvenzverschleppungen dauerten an.