Großeinsatz der Polizei Acht Verletzte bei Schlägerei mit Schusswechsel in Worms

Die Hintergründe sind noch unklar: Bei einer Auseinandersetzung einer großen Zahl von Männern wurden mehrere Beteiligte verletzt. Einige kamen mit Stich- und Schussverletzungen ins Krankenhaus.
Polizeieinsatz in Worms: Der Tatort war bis in die Nacht abgesperrt

Polizeieinsatz in Worms: Der Tatort war bis in die Nacht abgesperrt

Foto: Heiko Hahnenstein/ dpa

Mindestens acht Menschen sind am Samstagabend bei einer gewalttätigen Auseinandersetzung in Worms verletzt worden, drei davon schwer. Ein 54-Jähriger musste wegen einer Schusswunde in der Nacht zum Sonntag operiert werden; sein Zustand war zunächst stabil, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Ein 38-Jähriger erlitt eine oberflächliche Schussverletzung, ein 51-Jähriger wurde durch ein Messer erheblich am Arm verletzt. Die Hintergründe des Geschehens vor einem Café in der zentral gelegenen Rheinstraße seien noch unklar, es werde mit Hochdruck ermittelt.

Einem Bericht der "Wormser Zeitung " zufolge seien zunächst zwei Männer miteinander in Streit geraten, "der sich dann zu einer Auseinandersetzung in einer größeren Gruppe ausgeweitet habe".

Bei der Polizei waren daraufhin am Samstag gegen 17.25 Uhr mehrere Notrufe eingegangen. Einige Anrufer meldeten eine Schlägerei zwischen einer großen Anzahl von Männern, manche sprachen auch davon, Schüsse gehört zu haben. Zuvor war die Polizei bereits am frühen Nachmittag vor demselben Café im Einsatz, weil es dort zu Streitigkeiten zwischen mehreren Personen gekommen war.

Beim Eintreffen der Beamten waren die Auseinandersetzungen den Angaben zufolge beendet, Verletzte wurden bereits vom Rettungsdienst behandelt oder hatten sich selbst in das Wormser Krankenhaus begeben.

Die Ermittler sprechen von insgesamt mehr als 50 Zeugen oder möglichen Beteiligten. Am Samstagabend hätten sich dann etwa 70 Menschen "aus Solidarität mit dem schwer verletzten 54-Jährigen" vor dem Wormser Krankenhaus versammelt, meldete die Polizei.

Die Staatsanwaltschaft Mainz hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen werden von der für Kapitalverbrechen zuständigen Kriminaldirektion Mainz gemeinsam mit der Kriminalinspektion Worms geführt. 

mak/dpa
Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.