Würzburg Logopäde unter Tatverdacht - misshandelte Jungen als Patienten identifiziert

Ein Logopäde aus Bayern hat offenbar kinderpornografische Aufnahmen von Kitakindern angefertigt, die er eigentlich behandeln sollte. Das ergab die Identifikation der ersten Opfer in dem Fall aus Würzburg.

Ein Würzburger Logopäde soll Kita-Kinder missbraucht haben
Daniel Karmann/ DPA

Ein Würzburger Logopäde soll Kita-Kinder missbraucht haben


Im Würzburger Kinderpornografie-Fall haben die Ermittler erste Opfer identifiziert. Bei einigen handele es sich um Jungen, die der Tatverdächtige als Logopäde in einer Kindertagesstätte behandelt hatte, teilte die Zentralstelle Cybercrime Bayern mit.

Demnach fertigte der Mann die Bilder in den Räumen der Kindertagesstätte im Stadtteil Heuchelhof. Die Anschuldigungen gegen ihn waren vor drei Wochen bekannt geworden. Der Tatverdächtige soll die kinderpornografischen Aufnahmen hergestellt und über Jahre im Darknet verbreitet haben. Gegen einen zweiten Tatverdächtigen habe sich der Verdacht bisher nicht erhärtet, teilte die Zentralstelle Cybercrime Bayern mit.

Den Ermittlern zufolge wurden die Eltern der betroffenen Kinder unter Einbindung von psychologischem Fachpersonal und einem Kriseninterventionsteam informiert. Sie seien auch im Hinblick auf weitere Betreuungsmöglichkeiten beraten worden.

Bisher gebe es keine Anhaltspunkte, dass der Missbrauch vom Personal der Kindertagesstätte bemerkt worden sei. Wie die Ermittler weiter mitteilten, gab der in Untersuchungshaft sitzende Tatverdächtige inzwischen eine erste kurze Stellungnahme ab. Zum Inhalt machten sie keine Angaben. Die Fahnder wollen nun weitere Tatopfer und Tatorte identifizieren.

bbr/AFP



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