Ohne Ticket in Wuppertal Gericht setzt schwarzfahrende "Oma Gertrud" auf freien Fuß

Die als "Oma Gertrud" bekannt gewordene Rentnerin aus Wuppertal muss vorerst nicht zurück ins Gefängnis. Ein Gericht setzte das Verfahren gegen die notorische Schwarzfahrerin aus. Zunächst soll die Verhandlungsfähigkeit der 87-Jährigen überprüft werden.

"Oma Gertrud" vor Gericht: Verfahren gegen die 87-Jährige ausgesetzt
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"Oma Gertrud" vor Gericht: Verfahren gegen die 87-Jährige ausgesetzt


Wuppertal - Im Prozess gegen eine notorische Schwarzfahrerin hat das Wuppertaler Amtsgericht die 87-jährige Angeklagte auf freien Fuß gesetzt. "Das Verfahren wird ausgesetzt", sagte Richter Markus Schlosser. Es müsse in einem ergänzenden Gutachten geklärt werden, ob die als "Oma Gertrud" bekannt gewordene Frau verhandlungsfähig sei. "Sie sind frei und können gehen", sagte der Richter.

Weil sie einen Gerichtstermin geschwänzt hatte, war die Rentnerin festgenommen und in Untersuchungshaft gebracht worden. In dem Verfahren geht es um 22 Fälle sogenannter Beförderungserschleichung.

Bereits im Juni war "Oma Gertrud" wegen Schwarzfahrens zu 400 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Eine Boulevard-Zeitung hatte damals die Strafe bezahlt und der nahezu mittellosen Frau die Ersatzhaft erspart.

Der Amtsrichter hatte damals angemerkt, dass er den Haftbefehl "schweren Herzens" erlassen habe. Die rot-grüne Landesregierung in Nordrhein-Westfalen will seit längerem eine bundesweite Reform der Strafgesetzgebung anstoßen. In entsprechenden Fällen sollen Richter als Strafe künftig auch gemeinnützige Arbeit verhängen können.

wit/dpa



insgesamt 31 Beiträge
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Seite 1
MikeNixda 19.12.2013
1. gemeinnützige Arbeit?
Und wie soll das aussehen bei einer 87jährigen Frau? Die Kernfrage ist doch, was treibt eine so alte Frau dazu, so etwas zu machen? Das Stichwort heißt Altersarmut und das ist ein Thema, bei dem rot-grüne Regierung unter Schröder vollkommen versagt hat.
Stefnix 19.12.2013
2. Häh?
Zitat von MikeNixdaUnd wie soll das aussehen bei einer 87jährigen Frau? Die Kernfrage ist doch, was treibt eine so alte Frau dazu, so etwas zu machen? Das Stichwort heißt Altersarmut und das ist ein Thema, bei dem rot-grüne Regierung unter Schröder vollkommen versagt hat.
Sie haben aber schon mitbekommen, wer hier seit 8 Jahren in der Regierung sitzt (als kleine Hilfe: CDU) und angesichts der katastrophalen demographischen Lage schon lange VOR der Schröder-Regierung notwendige Rentenreformen verpennt bzw. für unnötig erachtet hat? Das hätte schon unter Adenauer angepackt werden müssen! Aber wie hat er damals so schön gesagt: Kinder kriegen die Leute immer...
sara100 19.12.2013
3. Ach??
Zitat von MikeNixdaUnd wie soll das aussehen bei einer 87jährigen Frau? Die Kernfrage ist doch, was treibt eine so alte Frau dazu, so etwas zu machen? Das Stichwort heißt Altersarmut und das ist ein Thema, bei dem rot-grüne Regierung unter Schröder vollkommen versagt hat.
..es ist mir nicht bekannt das es unter der Schwarz-Gelben Regierung mit Muddi besser geworden ist. Die Altersarmut hat sich seit Muddi regiert gesteigert und das nicht zu knapp. Genauso wie die Kinderarmut. Aber das verschweigen Sie lieber nicht wahr?.
spon-1280943165745 19.12.2013
4. Freifahrkarte
Zitat von MikeNixdaUnd wie soll das aussehen bei einer 87jährigen Frau? Die Kernfrage ist doch, was treibt eine so alte Frau dazu, so etwas zu machen? Das Stichwort heißt Altersarmut und das ist ein Thema, bei dem rot-grüne Regierung unter Schröder vollkommen versagt hat.
Sie haben recht, hier stösst das Prinzip Strafe an seine Grenzen. Man kann eine 87 jährige Frau nicht zu gemeinnütziger Arbeit verurteilen. Die Wuppertaler Verkehrsbetriebe müßen sich mit der "Schwarzfahrerin" arangieren. Eine Freifahrkarte kostet nicht viel und bringt eine Menge positive Presse.
20099 19.12.2013
5. optional
Was für eine Justiz ist das die eine 87-jährige Oma in U-Haft nimmt während massenhaft schwerstkriminelle Gewohnheitsverbrecher, sogenannte "Intensivtäter", noch nie eine Zelle von innen gesehen haben!
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