Prozess in Wuppertal Rauswurf wegen Nacktfotos – gefeuerter Karnevalsprinz zieht vor Gericht

Er soll sich in Ornatsjacke, aber ohne Hose fotografiert haben: In Wuppertal beschäftigt der Fall eines gefeuerten Karnevalsprinzen die Justiz. Dem Mann geht es offenbar darum, seinen Ruf zu retten.

Vor dem Wuppertaler Amtsgericht wehrt sich ein Karnevalsprinz gegen seinen Rauswurf. Nachdem Nacktfotos des Karnevalisten aufgetaucht waren, hatte das Carneval Comitee Wuppertal dem Mann den sogenannten Prinzenvertrag gekündigt.

Bei den Fotos, die den Prinzen in Ornatsjacke, aber »unten ohne« zeigen sollen, soll es sich um Selfies handeln. Vier solcher Aufnahmen sollen dem Präsidenten der Wuppertaler Narren anonym zugesandt worden sein. Das Comitee hatte dies als eines Prinzen unwürdiges Verhalten gewertet.

Nacktfotos verschickt – »als Spaß«

Der so abservierte Prinz argumentiert laut »Wuppertaler Rundschau« , er sei für die Verbreitung der Bilder nicht verantwortlich. Er habe die Fotos zwar in seiner Wohnung vor einem Spiegel aufgenommen, sie aber nur seinem Ex-Freund geschickt – »als Spaß und in der Hoffnung, dass er dies auch so verstanden hat«.

Dem Bericht zufolge geht es dem Kläger in dem Prozess vor allem um eines: zu verhindern, dass er und seine Ehefrau nicht in die Chronik der Wuppertaler Karnevalsprinzenpaare aufgenommen werden.

Die Verhandlung beginnt am Freitagvormittag, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Wann mit einer Entscheidung zu rechnen ist, ist nicht bekannt.

mxw/dpa
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