Wuppertal "Loverboys" wegen Zwangsprostitution zu Haftstrafen verurteilt

Im sogenannten Loverboy-Prozess sind die Urteile gefallen. Drei Männer wurden zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Sie sollen zum Teil minderjährige Frauen in die Prostitution getrieben haben.

"Loverboy"-Prozess: Rechtsanwalt im Gespräch mit seinem 22-jährigen Mandanten
David Young/ DPA

"Loverboy"-Prozess: Rechtsanwalt im Gespräch mit seinem 22-jährigen Mandanten


Das Wuppertaler Landgericht hat am Dienstag drei Männer wegen schwerer Zwangsprostitution verurteilt. Der älteste Angeklagte, ein 31-Jähriger, muss für sechseinhalb Jahre ins Gefängnis. Die beiden Jüngeren erhielten laut Angaben eines Gerichtssprechers Jugendstrafen: Ein 17-Jähriger soll zwei Jahre und neun Monate, sein 22-jähriger Mitangeklagter fünf Jahre in Haft.

Die beiden Haupttäter haben dem Gericht zufolge sieben junge Frauen zwischen 14 und 22 Jahren mit Liebesschwüren zunächst in ein Abhängigkeitsverhältnis und dann die Prostitution getrieben.

Ihre Tätigkeit wurde eng überwacht, bei Nichtbefolgen der Anordnungen soll der 31-jährige Angeklagte auch zu Gewalt gegriffen und die Frauen geschlagen haben. Die Opfer hatten vorgeschriebene Arbeitszeiten und mussten ihren gesamten Verdienst abgeben. Die drei Männer waren neben der Zuhälterei auch der gefährlichen Körperverletzung und des schweren Raubes angeklagt.

Die Prostitution vollzog sich in verschiedenen Hotels in Nordrhein-Westfalen sowie in angemieteten Privatwohnungen in Wuppertal. Als ein Vermieter bemerkte, dass in seiner Wohnung Prostitution praktiziert wurde, alarmierte er die Polizei - das Trio flog auf.

ala



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