Wuppertal Polizei stoppt Darknet-Drogenhandel in Millionenhöhe

Ein 29-Jähriger soll von Wuppertal aus Drogen in die ganze Welt verschickt haben. Die gelagerte Ware im Wert von drei Millionen Euro verkaufte er den Ermittlern zufolge im Darknet.

Sichergestellte Drogen in Wuppertal
DPA

Sichergestellte Drogen in Wuppertal


Ein Niederländer soll von Wuppertal aus einen weltweiten Drogenhandel betrieben haben. Den Ermittlern zufolge sind bei einer Razzia am Montagmorgen 200 Kilogramm Drogen im Wert von drei Millionen Euro beschlagnahmt worden. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft berichteten, hat ein Spezialeinsatzkommando die Wohnungstür des 29-Jährigen eingetreten und den mutmaßlichen Großdealer festgenommen.

Demnach habe er eine breite Palette im Angebot gehabt: synthetische Drogen wie Ecstasy, Cannabis-Schokotafeln, Kokain und Amphetamine. Es seien auch Datenträger und Computer beschlagnahmt worden.

Der Mann habe den Ermittlern zufolge den Verkauf in großem Stil über das Darknet abgewickelt, einen anonymen Bereich des Internets, und zum Vertrieb die Post und einen ganz gewöhnlichen Briefkasten benutzt. Die Adressaten der heißen Ware hätten in aller Welt gesessen: Die Drogenpakete gingen etwa nach Thailand, in die USA und nach Australien.

Frau und Kind des Mannes seien von der Razzia völlig überrascht gewesen und hätten von allem nichts gewusst. Der Mann habe für den Drogenvertrieb eine zweite Wohnung in Wuppertal angemietet. Ein Richter hat Untersuchungshaft angeordnet.

Den Schlag gegen den Drogenhandel haben Zoll, Sicherheitsdienst der Post, Polizei und Staatsanwaltschaft im Zusammenspiel vollzogen. Die Ermittlungen, etwa zur Herkunft der Drogen und etwaigen Mittätern, dauern an.

cop/dpa



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