Haftbefehl Gangster-Rapper Xatar stellt sich der Polizei

Rapper Xatar wurde per Haftbefehl gesucht, nun hat er sich der Polizei gestellt. Es geht um versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung.
Xatar (l.) mit seinem Kollegen Haftbefehl

Xatar (l.) mit seinem Kollegen Haftbefehl

Foto: DPA

Rund eine Woche nach einem blutigen Streit in der Kölner Innenstadt hat sich der Gangster-Rapper Xatar im Beisein seines Anwalts bei der Polizei in Köln gestellt. Das bestätigte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer. Es gebe einen Haftbefehl wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung, so Bremer. Allerdings werde Xatar nicht vorgeworfen, unmittelbar an der Tatausführung beteiligt gewesen zu sein.

Ein Haftrichter entschied, Xatar unter Auflagen nicht in Untersuchungshaft zu schicken. Er habe eine Kaution hinterlegt, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei mit. Zudem seien ihm Meldeauflagen erteilt worden.

In der Nacht auf dem 15. August war ein 34-Jähriger vor einer Bar, die Xatar gehören soll, schwer verletzt worden. Auch Patronenhülsen wurden gefunden. Hintergrund der Auseinandersetzung soll ein Streit im Rapper-Milieu gewesen sein (mehr zu dem Fall lesen Sie hier).

Ein Verdächtiger in dem Fall war bereits am Freitag festgenommen worden, zwei weitere - ein Brüderpaar - erschienen am Montag selbst bei der Polizei. Diesen drei wirft die Staatsanwaltschaft die konkrete Attacke vor. Xatar soll in der Nähe gewesen sein und wird daher als möglicher Mittäter angesehen.

Gemeinsam mit Haftbefehl hat Xatar unter dem Namen Coup kürzlich das Album "Der Holland Job" veröffentlicht, das auf Platz eins in den Charts steht.

hut/ulz/dpa
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