Schweiz Drei Tote bei Geiselnahme in Zürich

In Zürich soll ein Mann zwei Frauen in seine Gewalt gebracht haben. Bei der Geiselnahme starben eine 34- und eine 38-Jährige sowie ein 60 Jahre alter Mann.

Polizeieinsatz in Zürich
Ennio Leanza/KEYSTONE/DPA

Polizeieinsatz in Zürich


Bei einer Geiselnahme in Zürich sind drei Menschen gestorben. Ein Mann hatte laut Staatsanwaltschaft am frühen Morgen zwei Frauen in einer Wohnung in seine Gewalt gebracht und damit gedroht, sie zu erschießen.

Der Mann verhandelte den Angaben zufolge aus einem Fenster heraus mit der Polizei, die von einer Nachbarin und möglicherweise einem der späteren Opfer selbst gegen 5.20 Uhr alarmiert worden war. Der mutmaßliche Geiselnehmer forderte die Einsatzkräfte auf, sich zurückzuziehen. Die Polizei sperrte die Gegend rund um das Mehrfamilienhaus weiträumig ab und alarmierte Spezialisten einer Verhandlungsgruppe.

Rund drei Stunden nach Beginn des Einsatzes habe der Mann erklärt, dass er in wenigen Minuten aufgeben und sich der Polizei stellen werde. Wenig später seien mehrere Schüsse gefallen.

Die Polizei stürmte daher die Wohnung in einem Wohnviertel am Stadtrand von Zürich und fand dort drei schwer verletzte Personen, einen 60 Jahre alten Mann und zwei Frauen im Alter von 34 und 38 Jahren. Trotz sofortiger Reanimationsversuche starben alle drei noch vor Ort. Man könne noch nicht sicher sagen, ob es sich bei dem männlichen Toten um den Geiselnehmer handle, sagte eine Sprecherin der Polizei in Zürich.

Die mutmaßliche Tatwaffe wurde sichergestellt, die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen und dem Tathergang eingeleitet.

bbr/dpa

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