Chronologie Tödliche Bahnunfälle in Deutschland

Eschede, Bad Aibling – und nun Garmisch-Partenkirchen: Immer wieder gibt es in Deutschland schwere Zugunglücke mit Toten. Der Überblick.
Verunglückter ICE bei Eschede: Bei dem Unfall 1998 starben 101 Menschen

Verunglückter ICE bei Eschede: Bei dem Unfall 1998 starben 101 Menschen

Foto: Ingo Wagner / picture-alliance / dpa

Bei einem schweren Zugunglück in Bayern sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Ein Regionalexpress entgleiste auf dem Weg von Garmisch nach München. Wie die Polizei mitteilte, wurden etwa 30 Menschen verletzt, 15 von ihnen kamen in Krankenhäuser. Die Unglücksursache ist unklar.

Der tödliche Unfall ist der jüngste in einer Reihe von tödlichen Bahnunglücken in Deutschland.

Eine Chronologie:

  • Februar 2022: Zwei S-Bahnen stoßen in Schäftlarn bei München auf eingleisiger Strecke frontal zusammen. Ein Fahrgast kommt ums Leben, 18 Menschen werden verletzt.

  • Mai 2018: Bei Aichach in Bayern fährt eine Regionalbahn ungebremst in einen stehenden Güterzug. Zwei Menschen werden getötet, 14 verletzt.

  • Februar 2016: In Bad Aibling in Bayern sterben zwölf Menschen, als zwei Nahverkehrszüge auf eingleisiger Strecke ineinander krachen. Es gibt Dutzende Verletzte. Ein Fahrdienstleiter muss in Haft.

  • April 2012: Eine Regionalbahn stößt bei Offenbach in Hessen mit einem Baukran-Zug zusammen. Drei Menschen werden getötet, 13 verletzt.

  • Januar 2011: Zehn Menschen sterben, als ein Nahverkehrszug bei Oschersleben in Sachsen-Anhalt mit einem Güterzug zusammenstößt. Ein Lokführer hatte zwei Haltesignale überfahren.

  • September 2003: Beim Zusammenprall zweier Regionalbahnen in Thüringen stirbt eine Frau. 28 Menschen werden bei dem Unglück auf eingleisiger Strecke zwischen Bad Berka und Weimar verletzt.

  • Juni 2003: Bei Schrozberg in Baden-Württemberg stoßen zwei Regionalzüge zusammen, sechs Menschen sterben. Ein Fahrdienstleiter wird zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

  • Februar 2000: In einer Baustelle des Bahnhofs Brühl bei Köln entgleist der Nachtexpress von Amsterdam nach Basel an einer Weiche. Bilanz: Neun Tote, 149 Verletzte.

  • Juni 1998: Nach dem Bruch eines Radreifens entgleist in Eschede (Niedersachsen) bei Tempo 200 ein ICE und zerschellt an einer Straßenbrücke. 101 Menschen sterben.

sak/dpa
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