Mordserie auf Zypern Taucher finden siebte Leiche

Der Fall erschüttert Zypern: Ein Armeeoffizier hat mehrere Morde gestanden. Nun haben Ermittler in einem Baggersee eine weitere Leiche gefunden - vermutlich ein sechs Jahre altes Mädchen.

Baggersee auf Zypern: Suche nach weiteren Leichen (Archiv)
Petros Karadjias/AP

Baggersee auf Zypern: Suche nach weiteren Leichen (Archiv)


Die Polizei hat bei der Suche nach den Opfern eines mutmaßlichen Serienmörders auf der Mittelmeerinsel Zypern eine weitere Leiche entdeckt. Taucher fanden sie am Mittwoch in einem Koffer, der in einem Baggersee versenkt worden war. Dies berichtete der Staatsrundfunk (RIK) am Morgen. Es handle sich allen Anzeichen nach um die Leiche eines sechsjährigen Mädchens. Dies müsse aber noch gerichtsmedizinisch bestätigt werden, hieß es.

Damit steigt die Zahl der bisher gefundenen Opfer in der Mordserie auf sieben. Der mutmaßliche Täter, ein 35-jähriger Hauptmann der zyprischen Nationalgarde, hat nach Polizeiangaben bisher sieben Morde gestanden. Die Opfer - fünf Frauen und zwei Kinder - sollen aus Asien und Rumänien stammen. Die Frauen hatten demnach als Haushälterinnen auf Zypern gearbeitet.

Die Polizei fand Leichen bisher in einer verlassenen Erzgrube und in zwei Baggerseen. Die Behörden gehen offenbar davon aus, dass der mutmaßliche Täter keine weiteren Menschen getötet hat. Dies berichteten übereinstimmend mehrere zyprische Zeitungen unter Berufung auf Polizeikreise.

Der Fall beschäftigt das Land seit April. Der zyprische Justizminister trat im Mai zurück, der Polizeichef wurde gefeuert. Kritik an den Behörden entfachte sich vor allem deshalb, weil es sich bei den Vermissten um Ausländerinnen und Menschen am Rande der Gesellschaft gehandelt habe - und die Polizei deshalb, trotz Vermisstenanzeigen schon seit 2016, nicht aktiv geworden sei.

wit/dpa



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