Katastrophe mit 85 Toten Defekte Stromleitungen lösten verheerenden Waldbrand in Kalifornien aus

85 Menschen starben im November bei einem Waldbrand im Norden Kaliforniens. Nun ist die Ursache für das gewaltige Feuer Behördenangaben zufolge endgültig geklärt: marode Stromleitungen.

PETER DASILVA/EPA-EFE/REX

Der verheerende Waldbrand im US-Bundesstaat Kalifornien vor einem halben Jahr soll durch defekte Stromleitungen ausgelöst worden sein. Das teilten Ermittler der Feuerschutzbehörde Cal Fire in ihrem Untersuchungsbericht mit. Die Stromleitungen gehören dem US-Energieversorger Pacific Gas & Electric (PG&E).

Starker Wind, hohe Temperaturen und eine trockene Vegetation trugen dem Bericht zufolge dazu bei, dass sich das Feuer extrem schnell ausbreitete. Der vollständige Untersuchungsbericht wurde nicht veröffentlicht. Der Report sei der Staatsanwaltschaft im Bezirk Butte übergeben worden, die nun über eine Anklage gegen das Unternehmen entscheiden müsse, hieß es.

Das sogenannte Camp-Feuer war am frühen Morgen des 8. November ausgebrochen. 85 Menschen kamen ums Leben, Zehntausende wurden obdachlos. Es war der Brand mit den meisten Toten in Kalifornien seit Beginn der Aufzeichnungen. Das Feuer verwüstete rund um die Kleinstadt Paradise im Norden des Bundesstaates mehr als 60.000 Hektar Land und zerstörte mehr als 18.000 Gebäude, darunter fast 14.000 Wohnhäuser.

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Fotograf beim Waldbrand in Paradise: "Die Stadt hatte keine Chance"

Vorwürfe gegen PG&E wegen schlecht gewarteter Stromleitungen sind nach zahlreichen Waldbränden in Kalifornien in den vergangenen Jahren immer wieder laut geworden. Das Unternehmen hatte bereits eingeräumt, dass marode Stromleitungen für die Katastrophe verantwortlich sein könnten.

Als Folge der Zerstörung von Paradise haben bereits zahlreiche Betroffene Schadensersatzklagen eingereicht - Opfer der Brandkatastrophe sowie Versicherungsunternehmen und Organisationen. Wegen der befürchteten Folgekosten des Waldbrandes meldete PG&E im Januar Insolvenz an.

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Waldbrand in Kalifornien: Rückkehr ins zerstörte Paradise

Kaliforniens größter Energieversorger hat gigantische Schulden in Höhe von schätzungsweise mehr als 50 Milliarden Dollar, wie aus Unterlagen hervorgeht, die beim Konkursgericht im Januar eingereicht wurden. PG&E beliefert in dem Bundesstaat etwa 5,4 Millionen Kunden mit Strom und 4,3 Millionen mit Erdgas.

wit/dpa/AFP

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