Kalifornien Hunderte flüchten vor Flächenbrand

Die ersten Waldbrände in diesem Jahr in Südkalifornien sind außer Kontrolle geraten. Hunderte Menschen ergriffen vor den Flammen die Flucht. Die Feuerwehr kann den Großbrand kaum unter Kontrolle bringen.


Los Angeles - Nur fünf Prozent eines knapp 6800 Hektar großen Gebietes im San Fernando Tal im Großraum Los Angeles seien eingedämmt worden, teilte John Mancha vom Feuerwehrdepartment in Los Angeles mit. "Es ist sehr heiß, und die Luftfeuchtigkeit ist sehr niedrig", fügte er hinzu. "Wir hoffen, dass sich die Winde etwas legen und wir die Oberhand in der Schlacht gegen das Feuer gewinnen."

Großbrand in Los Angeles: die Feuerwehr kann die Flammen kaum unter Kontrolle bringen
AP

Großbrand in Los Angeles: die Feuerwehr kann die Flammen kaum unter Kontrolle bringen

Angefacht durch die warmen Santa-Ana-Winde, die zu dieser Jahreszeit auftreten, schossen die Flammen und dicker Rauch auf einer Länge von 16 Kilometer auf den Bergkämmen in den Himmel. Die Brandfläche hatte sich innerhalb nur weniger Stunden verdreifacht. Die Brandursache ist nach Angaben der Feuerwehr noch unbekannt.

Besonders die Vororte im San Fernando Valley waren bedroht. Mehrere hundert Einwohner verließen ihre Häuser, mindestens drei Gebäude brannten ab. Wegen der Gefahr von Rauchvergiftungen wurden Schulen in dem Gebiet geschlossen. Menschen aus Vororten von Los Angeles fanden Zuflucht bei Angehörigen, Bekannten oder in Schulen.

Die 16 Kilometer lange Feuerwalze wurde mit Löschhubschraubern und -flugzeugen auch aus der Luft bekämpft. Die seit Tagen anhaltenden Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius und die ausgedörrte Vegetation trugen zur raschen Ausbreitung der Brände bei. Der Westen der USA wird jedes Jahr von Waldbränden heimgesucht. In Kalifornien wüteten die Flammen am schlimmsten im Oktober 2003. Damals kamen mehr als 20 Menschen ums Leben, fast 200 wurden verletzt.



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