Brand in Kalifornien Mehrere Tote bei Raver-Party

Mindestens neun Menschen sind bei einem Feuer in einer Lagerhalle in Kalifornien ums Leben gekommen. In dem Gebäude hatte eine Rave-Party stattgefunden. Zahlreiche Gäste werden noch vermisst.

DPA/ EPA/ OAKLANDFIRELIVE

Ein Feuer in einem Lagerhaus im US-Bundesstaat Kalifornien hat mindestens neun Menschen das Leben gekostet. Womöglich ist die Zahl der Opfer deutlich höher: 25 Menschen werden noch vermisst, berichtete die Feuerwehr. Die Polizei befürchtete bis zu 40 Tote.

Laut der Zeitung "Eastbay Times" fand in dem zweistöckigen, von einem Künstler-Kollektiv genutzten Gebäude in Oakland eine Party statt. Die "San Jose Mercury News" meldeten, es habe sich um eine Rave-Party mit der Band Golden Donna gehandelt. Das Feuer brach nach Angaben eines Polizeisprechers gegen 23.30 Uhr (Ortszeit) aus.

Bilder aus der Nacht zeigten, wie große Flammen aus dem Lagerhaus schlugen. Mehr als 70 Feuerwehrmänner waren im Einsatz. Die Löscharbeiten zogen sich über mehrere Stunden hin. Das Dach stürzte ein.

Feuerwehreinsatz nach dem Brand
AFP

Feuerwehreinsatz nach dem Brand

Die meisten Opfer wurden offenbar in der oberen Etage gefunden. Es soll nur eine behelfsmäßige Treppe nach oben gegeben haben. "Wir müssen das Gebäude noch gründlicher absuchen", zitierte die "Eastbay Times" die Einsatzleiterin Teresa Deloach-Reed. "Wir wissen nicht, wie viele Opfer es womöglich noch gibt."

Zudem sei das Gebäude mit allerhand Möbeln und anderen Gegenständen vollgestopft gewesen, wodurch die Löscharbeiten erschwert worden seien. "Es war fast wie ein Labyrinth."

Rettungskräfte haben eine Liste mit 25 Vermissten, wie Deloach-Reed sagte. Es sei aber unklar, ob tatsächlich alle diese Menschen noch im Gebäude waren, als die Flammen wüteten.

Schwierige Bergung - Gebäude voll Trümmer

Polizeisprecher Ray Kelly sagte, die Behörden stellten sich auf 30 bis 40 Tote ein. Einige Vermisste kämen aus Übersee, was die Identifikation der Opfer erschweren werde, fügte er hinzu. Schätzungen zufolge hielten sich zwischen 50 und 100 Menschen in dem Gebäude auf.

Die Besucher der Party seien zwischen 20 und 30 Jahre alt gewesen. Kelly sprach von sehr schwierigen Bergungsarbeiten. Das Gebäude sei voll mit Trümmern.

Angehörige und Freunde versuchten, über soziale Netzwerke Kontakt zu vermissten Partygästen aufzunehmen.

Die Ursache des Feuers war zunächst unklar. Die Ermittlungen liefen, sagte Feuerwehrchefin Teresa Deloach-Reed am Samstag. In dem Gebäude soll es laut Feuerwehr weder Rauchmelder noch eine Sprinkleranlage gegeben haben.

ler/sun/dpa/AFP



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