Pipeline-Leck Ölteppich vor Kalifornien deutlich größer als angenommen

Erst jetzt werden die Folgen des Pipeline-Lecks vor Kaliforniens Küste langsam absehbar. Fünfmal mehr Öl lief in den Pazifik als bisher bekannt. Umweltschützer fürchten schwere Schäden für die Tierwelt.

Helfer in Kalifornien: Mit Schaufeln werden die Strände gereinigt
DPA

Helfer in Kalifornien: Mit Schaufeln werden die Strände gereinigt


Durch den Bruch einer unterirdischen Pipeline vor der kalifornischen Küste ist weitaus mehr Öl in den Pazifik geflossen als bislang angenommen. Die Ölfirma Plains All American Pipeline geht inzwischen davon aus, dass etwa 400.000 Liter aus dem Leck ausgetreten sind. Bislang war man von 80.000 Litern Erdöl ausgegangen.

Fieberhaft versuchen Helfer die weitere Ausbreitung des Ölteppichs zu stoppen. Laut Küstenwache erstreckt sich derzeit ein 15 Kilometer breiter Ölfilm vor der Küste. Es werde mit Hilfe von Schiffen eingegrenzt und abgeschöpft. Von den betroffenen Strandabschnitten werde der verseuchte Sand weggeschaufelt.

Etwa 80.000 Liter Öl sollen bislang an den Refugio State Beach bei Santa Barbara gespült worden sein. Der Strand wird wohl auch am kommenden langen Wochenende gesperrt bleiben.

Video: Freiwillige versuchen den Strand von Rohöl zu befreien

Die Leitung mit einem Durchmesser von etwa 60 Zentimetern war am Dienstagmittag gebrochen - konnte aber drei Stunden später geschlossen werden. Die Ursache für das Leck ist noch unklar. Die Pipeline war 1991 in Betrieb gegangen und wurde erst vor wenigen Wochen auf Schwachstellen geprüft.

Umweltschützer in Kalifornien fürchten gravierende Folgen für Vögel und Wale an der Pazifikküste. 1969 waren nach einem ähnlichen Unglück in dem Gebiet Tausende Tiere verendet.

syd/dpa/Reuters



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