Kalifornien Polizei fasst Serienmörder durch Zufall

Eigentlich dachten die Ermittler, Jose Martinez habe etwas mit dem Mord an einem Mann in Alabama zu tun. Hatte er auch. Außerdem gab der 52-Jährige zu, 30 weitere Menschen getötet zu haben.


Hamburg - Wegen eines Mordfalls im US-Bundesstaat Alabama wollte die Polizei den Kalifornier Jose Martinez befragen. Die Leiche eines Mannes war in einem Waldstück entdeckt worden. Doch mit der Antwort rechneten die Ermittler sicher nicht. Martinez gab zu, den Mann in Alabama erschossen zu haben - und gestand gleich 30 weitere Menschen getötet zu haben.

"Menschen umzubringen scheint ihn nicht zu berühren", sagte Sheriff Tim McWhorder dem Sender CNN. Demnach konnten die Behörden bislang 13 gewaltsame Todesfälle sicher auf Martinez zurückführen. Den Großteil der Morde beging er offenbar in Kalifornien. Durch die DNA-Probe an einer Zigarette konnte ihm zudem ein Doppelmord in Florida nachgewiesen werden.

Nach eigener Aussage arbeitete der 52-Jährige als Auftragskiller für mexikanische Drogenkartelle. Laut CNN sagte Martinez den Ermittlern: "Ich bin der Typ, der dir einen Besuch abstattet, wenn du nicht bezahlst." Der US-Sender FOX News berichtet, dass Martinez seinen ersten Mord bereits im Alter von 16 Jahren beging.

Den mutmaßlichen Mord in Alabama soll er allerdings aus privaten Gründen begangen haben. Demnach ging der Schießerei ein Streit voraus, bei dem das Opfer die Tochter von Martinez beleidigte. Die Ermittler nahmen Martinez in Yuma im US-Bundesstaat Arizona fest - er war gerade von einem Besuch bei seiner Familie in Mexiko zurückgekehrt.

gam



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