Kalifornien Sieben Tote nach Schüssen auf illegaler Cannabisplantage

In Südkalifornien sind auf einer Cannabisplantage sieben Menschen getötet worden. Ermittler stellten auf dem Gelände zudem mehr als 450 Kilogramm Marihuana sicher.
Marihuanapflanze von einer legalen Plantage nahe Los Angeles

Marihuanapflanze von einer legalen Plantage nahe Los Angeles

Foto: DAVID MCNEW/ REUTERS

In der ländlichen Gemeinde Aguanga, rund 120 Kilometer nordöstlich von San Diego in Kalifornien, hat die Polizei sechs Leichen gefunden. Eine weitere offenbar mit dem Fall in Verbindung stehende Frau sei im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen, sagte der Sheriff des Bezirks Riverside County am Dienstag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz. Per Notruf sei die Polizei am Vortag alarmiert worden.

Dem Sheriff zufolge wurden auf dem Plantagengelände größere Rauschgiftmengen illegal gelagert und verarbeitet. Es seien mehr als 1000 Pfund Marihuana, über 450 Kilogramm, mit einem Straßenverkaufswert von bis zu fünf Millionen US-Dollar gefunden worden, außerdem mehrere Hundert Marihuanapflanzen. Die Polizei geht von mehreren Tatverdächtigen aus, Festnahmen gab es zunächst nicht.

Der illegale Marihuanahandel bleibt der Polizei zufolge eine "anhaltende und tödliche Gefahr". Der medizinische Gebrauch von Marihuana ist in Kalifornien seit 1996 legal, der Konsum von Cannabis als Genussmittel seit 2016 erlaubt.

Dennoch gibt es neben dem legalen Anbau und Handel weiterhin viele illegale Anlagen, in denen es immer wieder zu tödlichen Auseinandersetzungen kommt. Im laufenden Jahr verzeichnete die Polizei in Riverside County acht Einsätze auf illegalen Plantagen mit insgesamt 14 Mordopfern.

ala/dpa
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