Big Sur in Kalifornien Waldbrände bedrohen seltene Arten an US-Westküste

Nach einer Woche sind die Wildfeuer in den USA noch immer nicht unter Kontrolle. Die Löscharbeiten gestalten sich schwierig. Ein Kloster musste geräumt werden.
Auch in Arizona warnte die Polizei vor den Waldbrandgefahren

Auch in Arizona warnte die Polizei vor den Waldbrandgefahren

Foto: Brady Wheeler / AP

Deutlich früher im Jahr als gewöhnlich machen etliche Waldbrände den Feuerwehrleuten im Westen der USA zu schaffen. »Jetzt, im Juni, ist die Trockenheit und die Feuerbedingungen bereits auf einem Stand, den wir erst im August erwarten«, zitierte der »Guardian«  eine Angestellte der kalifornischen Katastrophenkommunikationsstelle.

Besonders betroffen ist derzeit die Küstenregion Big Sur südlich von San Francisco. Laut der Nachrichtenagentur AP gestalten sich die Löscharbeiten in dem bergigen Terrain als besonders schwierig. Ein buddhistisches Kloster sowie ein nahegelegener Campingplatz mussten bereits geräumt werden.

Hunderte Hektar Land sind laut »Guardian« bereits verbrannt. Demnach gelingt es den mehr als 400 Feuerwehrleuten weiter nicht, die Feuer unter Kontrolle zu bekommen. Bei den Löscharbeiten unterstützen demnach auch Biologen und Angehörige einer lokalen Volksgruppe, um besonders gefährdete Naturräume zu schützen. Die Wälder rund um Big Sur sind Rückzugsort für bedrohte Tierarten und beherbergen mehrere Kulturstätten.

Brände auch in Arizona und New Mexico

Auch in New Mexico und Arizona breiteten sich Buschfeuer laut AP zuletzt weiter aus. Ursache für die Brände sind demnach offenbar in mehreren Fällen Blitzeinschläge. Menschen sind gleichwohl weiter in den meisten Fällen die Verursacher der Feuer.

DER SPIEGEL

In Arizona ist derweil zunehmend auch die Stadt Flagstaff unweit des Grand Canyon bedroht. Derzeit brennen Teile einer 80 Quadratkilometer großen Fläche im Cococino County. Das Feuer bewege sich derzeit jedoch weiter auf Flagstaff zu und ist nur noch rund 25 Kilometer von der Stadt entfernt. Mehrere Naturschutzgebiete wurden geschlossen.

fek/AP
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