Dürre in Kalifornien Waldbrände breiten sich aus

In Kalifornien kämpfen Tausende Feuerwehrleute gegen zwölf große Brände. Heftige Windböen fachen die Feuer an, Hunderte Häuser drohen niederzubrennen.


Sacramento - Rund 6000 Feuerwehrkräfte kämpfen im US-Bundesstaat Kalifornien gegen mittlerweile zwölf große Waldbrände an. Wie die Behörde für Forstwirtschaft und Brandschutz mitteilte, mussten Tausende Menschen in Sicherheit gebracht werden, weil sich die Brände durch heiße Windböen in dem dürregeplagten Land ausgebreitet hatten.

Im nordkalifornischen Bezirk Siskiyou hatte das Feuer besonders zerstörerisch gewütet: Rund hundert Gebäude in der Ortschaft Weed wurden schwer beschädigt, darunter eine Kirche und eine Sägemühle. Fast 152 Hektar Fläche brannten ab.

Bewohner liefen fassungslos durch die Ruinen, die von rotem flammenhemmendem Pulver bedeckt waren, das Flugzeuge der Feuerwehr abgeworfen hatten. Einige Häuser waren bis auf den Boden abgebrannt, nur die Schornsteine standen noch. Experten gehen davon aus, dass etwa 400 weitere Wohnhäuser durch den Brand in Gefahr sind.

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Brände in Kalifornien: Rote Ruinen
Starker Wind hatte die Flammen angefacht. "Das Feuer ist hier so schnell durchgezogen, das war unglaublich", sagte Jim Taylor, ein Metzger, der seit 30 Jahren in Weed lebt. Er kam mit dem Schrecken davon: "Ich bin kein religiöser Mensch, aber irgendjemand hat auf mich aufgepasst."

Auch zwei heftige Feuer nahe dem Yosemite National Park und östlich von Sacramento führten zu Evakuierungen. Hunderte Menschen mussten hier ihre Häuser verlassen. Auch in den kommenden Tagen erwarten die Wetterdienste Windböen mit einer Geschwindigkeit von mehr als 60 Kilometern pro Stunde.

Flächenmäßig am schlimmsten betroffen ist derzeit das Waldgebiet Eldorado National Forest nordöstlich der Stadt Sacramento. Hier hat das Feuer bereits über 4680 Hektar Fläche verwüstet. Dieser Brand sei jedoch mittlerweile zu großen Teilen unter Kontrolle, hieß es.

ala/dpa/AP



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