Regen, Sturzfluten, Erdrutsche Zahl der Unwetteropfer in Kalifornien steigt

Im US-Bundesstaat Kalifornien halten die Winterstürme an. Mindestens 17 Tote sind bereits zu beklagen, ein Fünfjähriger wird noch vermisst.
Überschwemmte Region in Watsonville, USA

Überschwemmte Region in Watsonville, USA

Foto: Brontë Wittpenn / dpa

Die Zahl der Toten durch die schweren Unwetter in Kalifornien ist auf mindestens 17 gestiegen. Das berichtete Gouverneur Gavin Newsom am Dienstag (Ortszeit) in einer neuen Zwischenbilanz zu den seit Tagen anhaltenden Winterstürmen. Am Tag zuvor ging Newsom von mindestens 14 Toten aus.

Die heftigen Stürme und Regenfälle sorgten für Sturzfluten und Erdrutsche. Zahlreiche Straßen wurden überschwemmt und Bäume umgerissen. Millionen von Menschen leben in dem betroffenen Gebiet; knapp 50.000 mussten ihre Häuser verlassen. Rund 150.000 Haushalte in dem Westküstenstaat waren nach Angaben der Website Poweroutage.us  am Dienstagnachmittag (Ortszeit) ohne Strom.

In einem Sinkhole versunkenes Fahrzeug in Los Angeles

In einem Sinkhole versunkenes Fahrzeug in Los Angeles

Foto: Jae C. Hong / dpa

»Die Lage ist ernst und sie ist tödlich«, sagte Gouverneur Newsom. Es seien seit Neujahr mehr Menschen durch die Unwetter ums Leben gekommen als in den vergangenen zwei Jahren bei den verheerenden Bränden. Die durch Feuer verwüsteten Gebiete sind in weiten Teilen entwaldet – mit den Wassermassen steigt hier die Gefahr von Schlammlawinen.

Unter den Todesopfern waren laut der Zeitung »Los Angeles Times«  zwei Insassen eines Wagens in der Stadt Bakersfield. Das Auto verunglückte, nachdem ein Baum auf die Straße gestürzt war. In Paso Robles, einer Kleinstadt zwischen Los Angeles und San Francisco, wurde seit Montag ein fünfjähriger Junge vermisst, der von den Fluten mitgerissen worden war. Er wurde weiterhin nicht zu den Toten gezählt. Die Mutter des Jungen konnte gerettet werden.

Die Behörden ordneten die Evakuierung mehrerer Ortschaften an, darunter der Kleinstadt Montecito. In dem Ort nördlich von Los Angeles an der Pazifikküste wohnen viele Prominente, darunter Prinz Harry und seine Frau Meghan Markle, die Talkshow-Legende Oprah Winfrey und die Schauspielerin Jennifer Aniston.

Anmerkung: In einer früheren Version hieß es, Montecito befinde sich 90 Autominuten südlich von Los Angeles. Wir haben die Stelle im Text korrigiert.

ala/dpa

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