Kambodscha Polizei konfisziert Dutzende Kilo Schlangen

In Kambodscha hat ein Paar in Kisten etliche Schlangen gehortet. Die Tiere sollten offenbar in die Hauptstadt Phnom Penh verkauft werden.

Schlangenjäger am Tonle-Sap-See in Kambodscha (Archivbild)
David Longstreath/ AP

Schlangenjäger am Tonle-Sap-See in Kambodscha (Archivbild)


In der Provinz Pursat im Südwesten Kambodschas ist ein Ehepaar wegen Verdachts auf illegalen Tierhandel vorübergehend festgenommen worden.

Im Haus der beiden wurden laut einem Bericht der "Phnom Penh Post" fünf Kisten gefunden, in denen sich Schlangen mit einem Gesamtgewicht von 88 Kilogramm befanden.

Die Forstbehörden hatten die Ermittler auf die Spur der 43-Jährigen und ihres vier Jahre älteren Ehemanns geführt. Die Polizei geht davon aus, dass sie die Schlangen in der Hauptstadt Phnom Penh verkaufen wollten.

Wie ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums mitteilte, wurden das Paar und dessen sechsjährige Tochter wegen Verdachts auf illegalen Tierhandel für mehrere Stunden in Gewahrsam genommen und dann wieder freigelassen, weil es sich bei den Schlangen nicht um geschützte Arten handelte.

Wie viele Exemplare gefunden wurden und welcher Art genau sie angehörten, teilte die Polizei des südostasiatischen Staates nicht mit. Das Paar habe eine Erklärung unterschreiben müssen, dass es nie wieder mit Schlangen handeln werde. Die Tiere wurden befreit und in der Natur ausgesetzt.

In Kambodscha stoßen Artenschützer immer wieder auf illegal eingefangene Reptilien, die zum Verkauf angeboten werden sollen. Die Bußgelder für solche Vergehen können Lokalmedien zufolge das Dreifache des Wertes der Tiere betragen.

ala/dpa

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