Großer Fang am Mekong Fischer fangen vier Meter langen Rochen

Ein Rochenweibchen verschluckte einen Fisch, der an einer Angel hing – und wurde deswegen ebenfalls an Land gezogen. Die Fischer bewunderten ihren außergewöhnlichen Fang und entließen ihn zurück in die Freiheit.
Vier Meter langer Süßwasserstechrochen: In die Freiheit entlassen

Vier Meter langer Süßwasserstechrochen: In die Freiheit entlassen

Foto:

CHHUT CHHEANA / Wonders of the Mekong / AFP

Einen spektakulären Fang haben Fischer in Kambodscha an Land gezogen: Am Fluss Mekong ging ihnen ein vier Meter langer und 180 Kilogramm schwerer Süßwasserstechrochen ins Netz. Das teilt ein internationales Expertenteam des US-finanzierten Projekts Wunder des Mekong mit.

Die Wissenschaftler rund um Projektleiter Zeb Hogan, Fischbiologe an der Universität Nevada, hätten den Fisch gewogen, vermessen und zurück in die Freiheit entlassen.

Der spektakuläre Fang war den Fischern vergangene Woche den Angaben zufolge versehentlich gelungen. Das Rochenweibchen hatte offenbar einen kleineren Fisch geschluckt, der an einem Haken der Fischer hing.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Instagram, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Enorme Fische im Mekong

Der Süßwasserstechrochen zählt zu den größten Süßwasserfischen der Welt und gilt wegen Überfischung, Umweltverschmutzung und des Verlusts seines Lebensraums als bedroht. In dem bis zu 80 Meter tiefen Mekong könnten den Experten zufolge noch größere Exemplare leben.

Der Mekong ist ein wichtiger Lebensraum für mehr als tausend Fischarten. In den schlammigen Gewässern des Flusses lauern noch weitere enorme Fische: der Riesenwels und die Riesenbarbe, die bis zu drei Meter lang und 270 Kilogramm schwer werden können. Über das Unterwasser-Ökosystem des Flusses ist laut Projektleiter Hogan aber nur wenig bekannt.

Der Mekong und seine Fauna sind durch Umweltverschmutzung bedroht. Unterwasseraufnahmen zeigten laut den Experten selbst in den tiefsten Regionen des Flusses Plastikmüll und sogenannte Geisternetze, verloren gegangene oder entsorgte Fischernetze. Umweltschützer warnen zudem seit Langem, dass der Bau von Staudämmen am Mekong den Fischbeständen schaden könnte.

ptz/AFP
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.