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Kameramann über Steve Irwin: "Er konnte so gut mit Tieren"

Foto: Russell McPhedran/ AP/dpa

Stich ins Herz Das dramatische Ende des "Crocodile Hunter"

Sein Tod schockierte Millionen Fans: Vor acht Jahren starb der TV-Star Steve Irwin nach dem Angriff eines Stachelrochens. Erstmals berichtet nun sein Kameramann ausführlich über die tödliche Attacke - und die letzten Worte des Krododil-Liebhabers.

Sydney - Er war der "Crocodile Hunter", umgab sich mit gefährlichen Tieren und brachte diese einem Millionenpublikum näher: Der Australier Steve Irwin begeisterte seine Zuschauer mit seinen Dokumentationen, umso tragischer war sein Tod: Während eines Drehs wurde er von einem Stachelrochen gestochen und starb.

Fast acht Jahre nach dem dramatischen Ereignis hat nun der Mann ein umfangreiches Interview gegeben, der in Irwins letzten Minuten dabei war: Kameramann Justin Lyons. Er berichtet von den dramatischen letzten Momenten in Irwins Leben.

"Wir haben ihm gesagt, dass er an seine Kinder denken soll", sagte Lyons in der australischen Talkshow "Studio 10": "Halte durch, halte durch!" Irwin hätte aber gewusst, dass sein Tod bevorstehe: "Er hat ruhig zu mir aufgeschaut und gesagt: 'Ich sterbe.' Und das war das letzte, was er gesagt hat."

Lyons hatte bislang nur wenig zu dem Unfall in der Öffentlichkeit gesagt, doch nun wolle er genau erzählen, wie es wirklich war. "Die Storys von Steves Tod waren allesamt ungenau, weil ja niemand dabei war", sagte Lyons. "Das hat mich immer gestört."

Laut Lyons soll sich Folgendes abgespielt haben: Der Kameramann und Irwin drehten am Great Barrier Reef, als sie einen zweieinhalb Meter langen Stachelrochen entdeckten. Sie filmten das Tier für einige Minuten und wollten dann eine letzte Aufnahme des davonschwimmenden Tieres einfangen.

Plötzlich habe das Tier auf Irwin eingestochen, laut Lyons hunderte Male innerhalb weniger Sekunden. "Der Stachel ging durch seine Brust wie ein heißes Messer durch Butter", sagte der Kameramann, der vermutet, dass der Rochen Irwin für den Schatten eines Tigerhais gehalten habe.

Im ersten Moment habe er den Angriff gar nicht richtig realisiert: "Ich wusste zunächst gar nicht, dass etwas passiert war. Erst als ich die Kamera herunternahm und sah, dass Steve blutüberströmt dort stand, habe ich gemerkt, dass etwas nicht stimmt."

Nach der Attacke brachten Lyons und sein Team Irwin auf ein Boot und versuchten die Blutung zu stoppen. Aber die Verletzung war zu schwer, der 44-Jährige starb wenig später. Er hinterließ seine Frau Terri und zwei Kinder. Lyons ist noch immer erschüttert von dem Tod seines Freundes: "Er konnte so gut mit Tieren umgehen."

bka/AP
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