Lösung für Kampfhund in Sicht Tascha darf wohl bei Wachkomakind bleiben

Kampfhund Tascha soll beim Wachkomakind Dylan aus Brandenburg bleiben dürfen. Dafür haben sich Zehntausende Unterstützer im Internet ausgesprochen. Nun scheint eine Lösung gefunden.
American Staffordshire Terrier Tascha: Offiziell in Berlin angemeldet

American Staffordshire Terrier Tascha: Offiziell in Berlin angemeldet

Foto: Nestor Bachmann/ dpa

Schönwalde/Glien - Wachkomakind Dylan aus Brandenburg und Familienhund Tascha müssen wohl nicht getrennt werden. Der Vater des schwerkranken Zehnjährigen habe angegeben, dass der Hund offiziell bei einem Verwandten in Berlin angemeldet sei, sagte der Bürgermeister der Gemeinde Schönwalde/Glien, Bodo Oehme. "Wenn er uns die Meldebescheinigung bringt, ist die Akte damit für uns geschlossen."

Das Ordnungsamt der Gemeinde wollte Tascha aus der Familie nehmen. In Brandenburg ist die Haltung eines American Staffordshire Terrier im Gegensatz zu Berlin untersagt, weil das Tier dort als gefährlicher Kampfhund gilt.

Tascha wirkt der Familie zufolge beruhigend auf den Jungen, der seit seiner Geburt im Wachkoma liegt. Der Kreislauf werde stabiler und teilweise könne sogar auf künstliche Beatmung verzichtet werden, sagte Vater Eckhard Gerzmehle.

Nach dem Umzug der Familie von Berlin nach Schönwalde änderte sich aber die Rechtslage. Als Tascha auf die Straße lief und einen anderen Hund verletzte, schickte das Ordnungsamt Ende Oktober die Verfügung, dass der Hund die Familie verlassen müsse.

In einem zweiten Schritt will der Vater nun erreichen, dass der Hund als Therapiehund anerkannt wird. "Dafür ist eine entsprechende Ausbildung und Prüfung erforderlich sowie ein Gutachten, dass der Hund nicht gefährlich ist", sagte Bürgermeister Oehme. Wenn diese Nachweise erbracht seien, könne Tascha auch wieder offiziell bei der Familie leben.

Dafür hatten sich neben Landtagsabgeordneten Zehntausende Menschen im Internet eingesetzt. Die Facebook-Seite  "Unterstützt Wachkomakind Dylan und seinen Hund Tascha" hatte bis zum Nachmittag mehr als 190.000 Unterstützer.

wit/dpa

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