Verdacht auf Norovirus Karibikkreuzfahrt nach mehr als 300 Krankheitsfällen abgebrochen

Für rund 3000 Menschen sollte es eine entspannende Kreuzfahrt in die Karibik werden. Doch plötzlich litten mehr als 300 Passagiere der "Explorer of the Seas" an Magen-Darm-Problemen. Nun wurde die Reise abgebrochen.
Mysteriöse Krankheit: Die "Explorer of the Seas" im Hafen von St. Thomas, einer der amerikanischen Jungferninseln

Mysteriöse Krankheit: Die "Explorer of the Seas" im Hafen von St. Thomas, einer der amerikanischen Jungferninseln

Foto: Thomas Layer/ AP/dpa

Kingston - Zehn Tage hatten die Passagiere an Board der "Explorer of the Seas" gebucht. Doch nachdem Hunderte Reisende plötzlich auf hoher See erkrankten, musste die Kreuzfahrt in der Karibik frühzeitig abgebrochen werden.

281 Passagiere sowie 22 Crew-Mitglieder litten unter Erbrechen und Durchfall, teilte das Centers for Disease Control and Prevention (CDC), die Seuchenschutzbehörde der USA, mit. Demnach seien fast zehn Prozent der insgesamt 3050 Passagiere von den Gesundheitsproblemen betroffen.

Die 15-deckige "Explorer of the Seas" war am Dienstag in Cape Liberty im US-Bundesstaat New Jersey gestartet. Als das Schiff nun im Hafen von St. Thomas, einer der amerikanischen Jungferninseln, festmachte, untersuchten Mitarbeiter der CDC die Passagiere.

Das Ergebnis: "Neue Berichte über weitere Krankheiten werden von Tag zu Tag weniger, und viele Gäste sind wieder auf den Beinen", hieß es in einem Statement der verantwortlichen Royal Caribbean Kreuzfahrtgesellschaft. Trotzdem sei man zu dem Schluss gekommen, die Kreuzfahrt beenden zu wollen. "Durch die frühe Welle der Krankheit waren wir nicht in der Lage, den Passagieren den Urlaub zu bieten, den sie erwarteten."

Was den Ausbruch der Magen-Darm-Krankheit auslöste, ist bislang noch unbekannt. Doch ihre schnelle Ausbreitung und die Symptome könnten auf einen Norovirus hindeuten. Dementsprechend werde das Schiff nun mit Anti-Viren-Putzmittel gereinigt, so die Veranstalter. Am Mittwoch wird das Schiff zurück in seinem Heimathafen erwartet, dort soll es dann einer Grundreinigung unterzogen werden.

gam/Reuters/AP
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