Kaschmir-Konflikt Zwei Tote und 36 Verletzte bei Anschlägen in Kaschmir

Bei Attentaten mutmaßlich islamischer Rebellen sind im indischen Teil Kaschmirs zwei Menschen getötet und 36 verletzt worden. Die Behörden hatten im Vorfeld des indischen Unabhängigkeitstages am Freitag vor Angriffen gewarnt.


Eines der Opfer im Krankenhaus in Srinagar im indischen Teil Kaschmirs.
AP

Eines der Opfer im Krankenhaus in Srinagar im indischen Teil Kaschmirs.

Neu Delhi - Bei der Explosion einer Bombe in der Stadt Bandipora im indischen Teil Kaschmirs wurde ein Mensch getötet und 30 weitere verletzt. Der Sprengsatz war auf einem Fahrrad deponiert, das vor einer Filiale der Indischen Staatsbank in Bandipora stand. Sieben Verletzte befanden sich in einem kritischen Zustand. Unter den Verletzten waren auch fünf Soldaten, die in der Nähe der Bank patrouillierten, meldet die Nachrichtenagentur AP.

Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Die Behörden machten jedoch islamische Rebellen verantwortlich. Bandipora liegt etwa 60 Kilometer nördlich von Srinagar, der Sommerhauptstadt des indischen Unionsstaates Jammu-Kaschmir.

In der Ortschaft Koimoh, 65 Kilometer südlich der Hauptstadt, warfen mutmaßliche Rebellen eine Handgranate auf ein Militärfahrzeug. Die Granate verfehlte ihr Ziel und explodierte auf der Straße. Ein Zivilist starb, sechs weitere wurden verwundet. Die Behörden haben im Vorfeld der Feiern zum indischen Unabhängigkeitstag am kommenden Freitag vor möglichen Anschlägen gewarnt.

In Kaschmir kämpfen mehrere separatistische Gruppen für die Unabhängigkeit der Region oder den Anschluss an das benachbarte Pakistan. Seit 1989 kostete der Konflikt mehr als 63.000 Menschen das Leben.



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