Katastrophe Tote und Verletzte bei Flugzeugabsturz in Iran

Schweres Unglück in Iran: Mindestens 16 Menschen sind beim Absturz eines Flugzeugs im Nordosten des Landes ums Leben gekommen, viele weitere wurden verletzt. Die Maschine war bei der Landung von der Rollbahn abgekommen.


Teheran - Beim zweiten Flugzeugunglück innerhalb weniger Tage sind in Iran 16 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 21 wurden laut einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur IRNA verletzt. Andere Agenturen meldeten weiterhin mindestens 17 Tote und mehr als 40 Verletzte.

Das Flugzeug geriet um 15.40 Uhr mitteleuropäischer Zeit bei der Landung in Maschad im Nordosten des Landes in Brand und kam von der Landebahn ab.

An Bord der Iljuschin der privaten Fluggesellschaft Aria waren 153 Passagiere. Sie kamen aus der 1000 Kilometer entfernten Hauptstadt Teheran. Die Überlebenden seien in Sicherheit gebracht worden, sagte ein Mitglied der Provinzregierung IRNA.

Zuvor hatte der Offizielle noch von 17 Toten und 19 Verletzten gesprochen, ein Grund für die geänderten Angaben wurde nicht genannt. Unter den Toten sei auch der Manager von Aria Airlines, hieß es.

Bilder des Senders PressTV zeigten, dass der Bug vom Rest der Maschine abgetrennt wurde, anstelle des Cockpits war nur verbogenes Blech zu sehen. Der Rest des Flugzeugs wirkte weitgehend intakt.

IRNA zufolge gerieten die Reifen bei der Landung in Brand, die Maschine schlitterte daraufhin in eine Mauer. Auf den Fernsehbildern war allerdings keine Mauer zu sehen.

Erst am 15. Juli kamen beim Absturz eines iranischen Flugzeugs kurz nach dem Start 168 Menschen ums Leben. Beim bislang schwersten Flugzeugunglück im Iran wurden im Februar 2003 alle 302 Insassen getötet, überwiegend Mitglieder der Revolutionsgarden. Damals stürzte eine Iljuschin 76 im Südosten des Landes ab.

Iran hat die relativ häufigen Flugzeugabstürze im Land wiederholt auf die Wirtschaftssanktionen seitens der USA zurückgeführt, weil dadurch keine Ersatzteile für Flugzeuge beschafft werden könnten. Beobachtern zufolge trifft dies allerdings kaum auf Maschinen russischer Bauart zu. Sie verweisen auf eine unzureichende Wartung der Flugzeuge.

jdl/AP/Reuters/dpa



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