kurz & krass Katze reist 850 Kilometer als blinder Passagier

Katze Qincy: Frankreich - München und wieder zurück

Katze Qincy: Frankreich - München und wieder zurück

Foto: DPA/ Tierschutzheim München

Mit Kind, Kegel und Katze: Beim Umzug einer Familie ist ein Passagier zuviel im Möbelwagen. In Lettland gibt es blumigen Protest gegen Schlaglöcher und eine Bärentatze sorgt für den Einsatz einer Anti-Terror-Einheit. Die kuriosesten Kurzmeldungen der Woche. Klicken Sie sich durch:

Katze fährt 800 Kilometer als blinder Passagier mit

München - Als blinder Passagier im Umzugswagen ist ein Kätzchen von einem kleinen Ort bei Paris bis nach München gefahren. Katze Quincy war am 18. März in Jouy-en-Josas bei Versailles in den Möbelwagen einer Familie gesprungen, die ins Rhein-Main-Gebiet umzog. Die Spediteure bemerkten den ungebetenen Mitfahrer erst rund 850 Kilometer weiter, als sie den Firmensitz in Kirchheim bei München erreichten. Dort brachten sie die Katze zum Tierschutzverein. Vereinsmitglieder fanden nach Telefonaten mit Anwohnern, der Spedition und dem Bürgermeister der französischen Gemeinde sowie zahlreichen Hinweisen auf Facebook schließlich die Personen, die das Tier schon vermisst hatten. Die Besitzer waren Nachbarn der Familie, die von Frankreich nach Deutschland gezogen war.

Bärentatze sorgt für Einsatz von Anti-Terror-Einheit

Bukarest - Eine Bärentatze im Gepäck eines Chinesen hat am Flughafen der rumänischen Hauptstadt Bukarest Anti-Terror-Spezialisten und Geheimdienste auf den Plan gerufen. Das Sicherheitspersonal hielt beim Durchleuchten des Gepäcks die Tatze für einen abgetrennten menschlichen Fuß und alarmierte die Sicherheitskräfte. Erst Gerichtsmediziner klärten den Irrtum auf. Der Chinese wird nun wegen möglicher Beihilfe zur illegalen Bärenjagd strafrechtlich verfolgt. Er sagte der Polizei, er habe die Tatze in Rumänien erworben, um sie in Italien als kulinarische Delikatesse weiterzuverkaufen.

Fahrer bemerkt Verlust von Wohnwagen nicht

Ruhstorf a. d. Rott - Einem Wohnmobilfahrer ist in Bayern sein Anhänger samt aufgeladenem Wagen abhandengekommen - den Verlust bemerkte er aber erst rund 200 Kilometer weiter. Wie die Polizei in Passau mitteilte, verlor der 61-Jährige die Hälfte seines Gespanns mitten auf der A3 beim niederbayerischen Ruhstorf an der Rott. Während der Mann weiterfuhr, landete der Anhänger auf der linken Spur, ein Lasterfahrer konnte nicht mehr komplett ausweichen und streifte ihn. Verletzt wurde niemand. Der Wohnmobilfahrer bemerkte den Verlust des Anhängers erst Stunden später bei einer Pause auf einem Rastplatz, als ihn ein Mann auf die losen Kabel an seinem Gefährt aufmerksam machte.

675 russische Eisfischer von Scholle gerettet

Moskau - Im eiskalten Pazifik vor der russischen Insel Sachalin sind etwa 675 Eisfischer von einer treibenden Scholle gerettet worden. Die Menschen waren vom Ufer abgeschnitten, nachdem ein Eisstück vor der Küste von Dolinsk im Südosten abgebrochen war. Daraufhin saßen sie hilflos fest. Nach mehreren Stunden hätten Rettungskräfte die Männer, Frauen und Kinder mit Booten und einem Hubschrauber an Land gebracht, teilte das Zivilschutzministerium laut Angaben der Agentur Interfax mit.

Angehörige verklagen Bestattungsunternehmen wegen vertauschter Leiche


Johnstown - Weil der falsche Tote in der Leichenhalle aufgebahrt war, müssen sich das zuständige Bestattungsunternehmen im US-Bundesstaat Pennsylvania und ein Krankenhaus einer Klage der Angehörigen stellen. Nach dem Tod des Mannes in einer Klinik war eine andere Leiche aufgebahrt worden, wie die Zeitung "The Tribune-Democrat of Johnstown" berichtete. Der Fehler habe erst über eine fehlende Tätowierung bei dem vertauschten Toten nachgewiesen werden können. Die richtige Leiche sei schließlich im Krankenhaus gefunden worden.

Unbekannte verschönern Schlaglöcher mit Blumen


Riga - Unbekannte haben in mehreren lettischen Städten Blumen in die oft tiefen Schlaglöcher der Straßen gepflanzt. Damit die Blumen nicht vom nächsten Lastwagen oder Auto plattgewalzt werden, stellten die unbekannten Gärtner Warnschilder vor den frischen Beeten auf dem Straßenpflaster auf, wie die baltische Nachrichtenagentur BNS berichtete. Martin Jakobson von der Straßenbehörde in Liepaja in Südwestlettland lobte den "positiven Charakter" der Blumenkampagne. "Die Blumen machen auf die Schlaglöcher aufmerksam - und auf die Notwendigkeit, sie zu reparieren", sagte er. Viele Straßen in dem baltischen Land sind nach den Wintermonaten in schlechtem Zustand.

18 Würgeschlangen vor Ordnungsamt ausgesetzt

Sömmerda - 18 Würgeschlangen hat ein Unbekannter in Styroporboxen verpackt vor dem Ordnungsamt im thüringischen Sömmerda ausgesetzt. Es handelt sich dem Amt zufolge um bis zu 2,50 Meter lange Schlangen der Art Boa Constrictor. In einem Brief habe der Mann erklärt, wegen neuer gesetzlicher Regelungen könne er die Tiere nicht weiter halten und es gebe niemanden, der sie ihm abnehme. "Ich wünsche viel Spaß mit den Kleinen. Ich hoffe, dass es ihnen beim Staat so gut geht wie bei mir", heißt es im Brief. Die Schlangen wurden zu zwei Experten gebracht, die eine Reptilienstation aufbauen.

ulz/dpa/dapd
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