Kirche Bischof entzieht Hasenhüttl Lehrerlaubnis

Der Trierer Bischof Marx hat dem vom Priesteramt suspendierten Saarbrücker Theologen Gotthold Hasenhüttl nun auch die kirchliche Lehrerlaubnis entzogen. Hasenhüttl hatte es auf einem Ökumenischen Kirchentag gewagt, evangelische Christen zur Kommunion einzuladen.


Trier - Der Trierer Bischof Reinhard Marx habe ihm per Dekret zusätzlich zu der Suspendierung vom Priesteramt nun die Erlaubnis Nihil obstat entzogen, teilte Hasenhüttl heute mit, "da ich meine angebliche 'Straftat', nicht bereue." Der Vorfall, um den es ging, hatte sich am 1. Ökumenischen Kirchentag 2003 in Berlin ereignet.

Gotthold Hasenhüttl bei dem umstrittenen Gottesdienst 2003
AP

Gotthold Hasenhüttl bei dem umstrittenen Gottesdienst 2003

An der Eucharistiefeier, bei der den Gläubigen die Hostie als Leib Christi ausgeteilt wird, dürfen nach katholischem Kirchenrecht nicht-katholische Christen nur unter bestimmten Bedingungen teilnehmen. Hasenhüttl hatte dagegen alle Gottesdienstteilnehmer zur Kommunion eingeladen und war daraufhin vom Priesteramt vorläufig suspendiert worden. Der Fall hatte landesweit für Aufsehen gesorgt. Auch der frühere Bundespräsident Johannes Rau hatte sich kritisch zur Behandlung Hasenhüttls geäußert.



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