15.000 Wissenschaftler haben zusammen die größte Warnung zum Klimawandel verfasst

Foto: dpa/Arno Burgi

Dieser Beitrag wurde am 15.11.2017 auf bento.de veröffentlicht.

Der Klimawandel ist real. Und er kommt immer schneller und wird immer bedrohlicher. Das ist die Hauptaussage einer Warnung, die Tausende Wissenschaftler nun veröffentlicht haben. Erneut.

15.365 Forscher aus insgesamt 185 Ländern haben gemeinsam das "World Scientists’ Warning to Humanity: A Second Notice" verfasst.

Es ist der zweite Brandbrief – erstmals haben im Jahr 1992 Wissenschaftler solch eine Warnung verfasst, damals unterschrieben 1700 Menschen. Ihr Tenor: Die Menschheit ist "auf Kollisionskurs mit der Natur".

Nun ist es 25 Jahre her und viele Forscher fürchten, dass der Kurs noch immer nicht korrigiert wurde – daher haben sie sich zu einer neuen Warnung zusammengeschlossen. Die "zweite Notiz" wurde nun im Fachjournal "BioScience"  veröffentlicht.

Das steht drin:

  • Die Menschheit "scheitert daran", richtige Fortschritte im Kampf gegen den Klimawandel zu machen.
  • Es sei "alarmierend", dass vieles immer schlimmer werde – trotz der Versuche zum Klimaschutz.
  • Die größten Sünden: Das Nutzen fossiler Brennstoffe, die umfangreiche Abholzung riesiger Waldgebiete.
  • Vor allem aber die industrielle Landwirtschaft – "und hier speziell jene für den massiven Fleischkonsum". 

Die Massentierhaltung gilt als größtes Risiko für das Klima. Die Tiere verursachen beinahe ein Fünftel des weltweiten Treibhausgas-Ausstoßes (Handelsblatt ).

Das sind die Folgen des Klimawandels:
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Folgen des Klimawandel

Neben den immensen Gefahren für Millionen von Menschen würden aber auch die Lebensräume zahlloser Tiere durch den Klimawandel bedroht und vernichtet. Die Warnung der Wissenschaftler:

Wir haben eine Massenvernichtung ausgelöst, das sechste Artensterben seit 540 Millionen Jahren. Viele Lebewesen werden bis Ende des Jahrhunderts ausgestorben sein.

Ein bisschen Hoffnung gebe es allerdings, schreiben die Forscher. Viele Menschen würden sich für Nachhaltigkeit einsetzen – die Abholzung sei in einigen Regionen zurückgegangen, an Erneuerbaren Energien werde geforscht.

Allerdings: Damit der Klimawandel gestoppt werden kann, muss noch viel mehr passieren. Man darf sich nicht nur ausruhen und andere handeln lassen.
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