Eine 15-jährige Schwedin findet die besten Worte zum Klimawandel

Von Baha Kirlidokme

Dieser Beitrag wurde am 22.10.2018 auf bento.de veröffentlicht.

Die Zeit zu handeln, ist jetzt: Über 10.000 Menschen demonstrierten am Wochenende in der finnischen Hauptstadt Helsinki. Bei dem Klimamarsch "The Time to Act is Now!" forderten sie, dass sich so schnell wie möglich mehr Menschen dafür engagieren, den Klimawandel zu stoppen.

In Helsinki mit dabei: die 15-jährige Greta Thunberg aus Schweden. Sie hielt eine Rede, für die sie viel Applaus bekam. 

Denn Greta trat kämpferisch auf und fand klare Worte:

Wir können die Welt nicht nach den Regeln retten, die Regeln müssen sich ändern.

Greta Thunberg

Wer ist Greta Thunberg?

Die Aktivistin erregte erstmals Aufmerksamkeit, als sie Ende August, kurz vor den schwedischen Parlamentswahlen, die Schule schwänzte, um vor dem Parlament gegen die Erderwärmung zu demonstrieren. Dabei verteilte sie Flyer, auf denen stand:

Ich mache das, weil ihr Erwachsenen auf meine Zukunft scheißt.

Ihrem Protest schlossen sich daraufhin mehr und mehr Menschen an.

In ihrer nun in sozialen Netzwerken viel gefeierten Rede bezieht sich Greta immer wieder auf ihre Angst vor Klimakatastrophen – und beschreibt, wie hilflos sie sich vorkommt.

"Die Welt nutzt und verbraucht 100 Millionen Barrel Öl pro Tag. Es gibt keine Politik, die das ändern will. Es gibt keine Gesetze, die dafür sorgen, dass dieses Öl im Boden bleibt."

Sie mahnt außerdem davor, zu denken, dass Länder wie Schweden oder Finnland nur kleine Länder wären, die nichts ändern könnten. Und sie fordert Schülerinnen und Schüler auf, aus Protest auch einmal einige Wochen nicht zur Schule zu gehen.

Hier kannst du dir Gretas Rede anschauen:

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Im Kampf gegen den Klimwandel gilt Schweden eigentlich als vorbildlich. Bereits dieses Jahr könnte das Land seine Klimaziele für 2030 erreichen. Deutschland hingegen wird seine Klimaziele für 2020 nicht erreichen können, die für 2030 auch nur vielleicht. (SPIEGEL ONLINE)

Greta aber findet, dass Schweden nicht genug tut. "Es ist zu wenig, zu spät", sagt sie dem "Guardian ", "Schweden ist kein grünes Paradies, es hat einen der größten CO2-Fußabdrücke der Welt."

Inzwischen geht sie wieder zur Schule, zumindest Montag bis Donnerstag. Freitags protestieren sie und andere Schülerinnen und Schüler immer noch vor dem Parlament. (The New Yorker )

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