Kluger Auktionator Schotte wird mit "Titanic"-Memorabilien reich

Rund 150 Euro hatte ein geschäftstüchtiger Mann aus Schottland für Erinnerungsstücke von der "Titanic" ausgegeben. Jetzt hat er sie bei einer Auktion weiterverkauft - für das 2500-fache des ursprünglichen Preises.


"Titanic"-Speisekarte, hier aus der dritten Klasse: Traumerlös für den Pensionär
DPA

"Titanic"-Speisekarte, hier aus der dritten Klasse: Traumerlös für den Pensionär

London - Der pensionierte Kriminalbeamte David Howard habe die insgesamt 30 Erinnerungsstücke erst im vergangenen Dezember erstanden, teilte das Auktionshaus Henry Aldridge & Son am Wochenende mit. Am Freitagabend wurden die Sammlerstücke einzeln versteigert - mit einem Gesamterlös von 250.000 Pfund, rund 375.000 Euro.

Unter den Versteigerungsstücken war eine zum allerersten Menü auf der "Titanic" gereichte Speisekarte. Sie fand für 76.500 Euro einen Käufer.

Verkauft wurden auch eine zerbrochene silberne Taschenuhr und die Dienstmarke des "Titanic"-Stewards Thomas Mullin. Das Abzeichen hatte sich an Mullins gefrorener Leiche befunden, als diese aus dem Wasser gezogen worden war. Die Marke, ursprünglich im Besitz der Familie des Opfers, wurde für umgerechnet 48.000 Euro versteigert.

Zu den versteigerten Objekten gehörte auch eine Bootsmannspfeife, die das Schiffspersonal der Passagierin Winnie Gill zur Verständigung gegeben hatte. Der Frau hatte es nach den Angaben vor Entsetzen buchstäblich die Sprache verschlagen, als sie mit ansah, wie das Schiff mitsamt ihrem Mann unterging. Das Paar aus Somerset hatte erst zwei Monate vor der Jungfernfahrt der "Titanic" von Southampton in Richtung New York geheiratet und wollte sich in Amerika eine Existenz aufbauen.



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