Köln Obdachloser soll angezündet worden sein

In Köln ist ein wohnungsloser Mann an seiner Schlafstätte lebensbedrohlich verletzt worden. Die Polizei geht davon aus, dass Unbekannte ihn angezündet haben.

In Köln soll ein Obdachloser an seiner Schlafstätte angezündet worden sein. Der 44-Jährige wurde dabei lebensgefährlich verletzt. Der Wohnungslose bat am Samstagmorgen eine Bekannte um Hilfe, weil er schwere Brandverletzungen hatte. Rettungskräfte brachten den Mann daraufhin in eine Klinik auf die Intensivstation. Er war zunächst nicht vernehmungsfähig.

Die Ermittler gehen anhand der Brandverletzungen davon aus, dass der Mann angezündet worden sein muss. Der Obdachlose hatte sich in der Nacht einen Schlafplatz in einem Toilettenhäuschen auf einem Platz in der Kölner Südstadt gesucht. Nun ermittelt eine Mordkommission wegen eines versuchten Tötungsdelikts, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten .

Immer wieder werden Obdachlose Opfer von Überfällen oder Angriffen. Zuletzt wurde Anfang 2020 ein schlafender Obdachloser im Vorraum einer Bank in Berlin angezündet. Er kam mit schweren Brandverletzungen ins Krankenhaus.

In Hamburg zündeten unbekannte Täter im Mai 2019 die Haare eines schlafenden Obdachlosen an. Eine Frau schlug die Flammen aus und sprach den Täter an, daraufhin flüchtete dieser. Im Sommer 2018 wurden zwei Männer Opfer eines Brandanschlags auf einem Bahnhofsvorplatz in Berlin.

Die Fälle erinnern an eine Brandattacke auf einen Obdachlosen am Weihnachtsabend 2016, die deutschlandweit für Schlagzeilen gesorgt hatte. Eine Gruppe Jugendlicher hatte am U-Bahnhof Schönleinstraße im Berliner Stadtteil Neukölln versucht, einen schlafenden Mann anzuzünden. Fahrgäste konnten Schlimmeres verhindern. Der Haupttäter wurde zu zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt, drei Mittäter zu Jugendstrafen von jeweils acht Monaten Haft auf Bewährung.

kha/dpa

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