Köln Wohnviertel nach Rohrbruch überflutet

Ein Rohrbruch hat im Norden Kölns zur Überflutung eines Wohnviertels geführt. Keller liefen bis zur Decke voll, rund 30 Autos versanken in den Wassermassen. Nun sucht der Versorger Rheinenergie nach den Ursachen für den Vorfall.
Straße im Kölner Stadtteil Longerich: Überflutung nach Wasserrohrbruch

Straße im Kölner Stadtteil Longerich: Überflutung nach Wasserrohrbruch

Foto: Feuerwehr Köln/ dpa

Köln - Den Kölnern stand das Wasser buchstäblich bis zum Hals: In der Nacht zu Freitag hat der Bruch einer Hauptwasserleitung zur Überflutung ganzer Straßenzüge geführt.

Teilweise stand das Wasser 1,80 Meter hoch, Keller liefen bis zur Decke voll, wie die Feuerwehr berichtete. Menschen kamen nicht zu Schaden, die Wohnungen konnten rechtzeitig evakuiert werden. 26 Häuser waren im Norden der Stadt betroffen. Zudem versanken auch rund 30 Autos in den Wassermassen im Stadtteil Longerich.

In einer 70 Zentimeter dicken Hauptleitung des Versorgers Rheinenergie war in der Nacht ein zwei Meter langes Loch aufgebrochen. Die Ursache war bis zum Nachmittag unbekannt. "Ich kann die Symptome beschreiben, aber leider nicht die Ursache", sagte Firmensprecher Arnold Sitte.

Die Symptome jedenfalls waren unübersehbar: Sitte sprach von "etlichen Tausend Kubikmetern Wasser", die ausgetreten seien. "Ungefähr zwei Schwimmbäder voll. Und ich meine keine Swimmingpools." Bis zum Nachmittag waren die Keller nach dem Einsatz von knapp 70 Feuerwehrleuten leergepumpt. Techniker der Rheinenergie arbeiteten bei strömendem Regen am Austausch eines fünf Meter langen Teilstücks des beschädigten Rohrs.

Andere Mitarbeiter des Unternehmens leisten "soziale Erste Hilfe", wie Sitte es bezeichnete: "Die haben - salopp gesagt - ein Geldköfferchen dabei." So bemühe sich Rheinenergie um schnelle Hilfe für die Anwohner, teilweise auch um Unterbringung in Hotelzimmern und Kleidungskäufe. "Es gibt Betroffene, die mehr oder weniger nur noch ihr Handy und ihre Unterhose haben", sagte der Unternehmenssprecher.

wit/dpa

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