Energiesparmaßnahme Kölner Dom und Rheinbrücken bleiben nachts dunkel

Energie ist knapp und teuer – auch für die Kommunen. Die Stadt Köln will nun mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket gegensteuern. Das Ende der nächtlichen Beleuchtung vieler markanter Bauwerke ist nur ein Teil.
Auch im Dunkeln noch beeindruckend: der Kölner Dom ohne eigene Beleuchtung

Auch im Dunkeln noch beeindruckend: der Kölner Dom ohne eigene Beleuchtung

Foto: Marius Becker / dpa

Die Stadt Köln will mit einem Maßnahmenpaket Energie einsparen – und knipst daher fortan auch die repräsentative Beleuchtung des Kölner Doms deutlich früher aus als bisher. Wie die Stadt mitteilte , erfolgt der Schritt als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine, der die Energiepreise stark erhöht habe.

Auch vor dem Hintergrund, dass die Bundesregierung Ende März die Frühwarnstufe des »Notfallplans Gas« ausgelöst habe, seien von der Stadt zahlreiche Energiesparmaßnahmen erarbeitet worden, hieß es.

Die Beleuchtung von Bauwerken wie dem Dom, der romanischen Kirchen, des historischen Rathauses, der Hohenzollernbrücke und der Severinsbrücke soll schon um 23 Uhr, ab Herbst um 22 Uhr ausgeschaltet werden. Auch die Beleuchtung der Pylone am RheinEnergieStadion bleibe aus. Insgesamt gehe es um über 1000 Strahler.

Die Beleuchtung am Dom war in der Nacht zum Dienstag bereits ausgeschaltet. Normalerweise wird der berühmte gotische Bau die ganze Nacht lang angestrahlt.

Neben dem Verzicht auf die nächtliche Beleuchtung wichtiger Bauwerke soll etwa die Straßenbeleuchtung später ein- und früher ausgeschaltet werden, ab 23 Uhr soll sie auf 50 Prozent heruntergedimmt werden. Auch soll die Temperatur in den städtischen Büros in der Heizperiode maximal 19 Grad betragen.

Die 22.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt sollen zudem dafür sensibilisiert werden, bei der Arbeit Energie zu sparen, etwa indem sie an Elektrogeräten öfter den Standby-Modus nutzen.

fek/dpa
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