Königstein in Sachsen Mutmaßliche Rechtsextreme sollen Polizisten bei Einsatz angegriffen haben

Die Beamten rückten wegen einer Ruhestörung an, dann wurden sie selbst mit Stahlrohren und Holzlatten attackiert. Bei Durchsuchungen stellten die Ermittler rechtsextreme Propaganda und Waffen sicher.
Polizeiwagen (Symbolbild)

Polizeiwagen (Symbolbild)

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Ralph Peters/ imago images/Ralph Peters

Polizisten sind bei einem Einsatz am sogenannten Herrentag in Sachsen von mutmaßlichen Rechtsextremen attackiert und bedroht worden, wie die Polizei mitteilte . Wegen einer Ruhestörung waren Beamte am Donnerstag zu einer Feier nach Königstein in der Sächsischen Schweiz ausgerückt.

Dort seien sie unvermittelt von 20 bis 25 Menschen attackiert worden. Es seien Gläser und andere Gegenstände geworfen worden. Zudem seien die Beamten unter "Sieg Heil"-Rufen mit Holzlatten und Stahlrohren bedroht worden, hieß es. Ein Polizeiauto wurde demnach beschädigt.

Die Polizei forderte Verstärkung durch die Bereitschaftspolizei und die Bundespolizei an. Letztlich seien rund 120 Beamte im Einsatz gewesen. 30 Menschen seien vorläufig festgenommen worden. Mehrere von ihnen seien bereits wegen "rechtsmotivierter Straftaten" bekannt. Bei Durchsuchungen fanden die Einsatzkräfte unter anderem Waffen sowie Anscheinswaffen, Betäubungsmittel und rechtsextremes Propagandamaterial.

lmd/dpa
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