Kollision mit Riff Öltanker vor Sizilien verunglückt

Vor knapp zwei Monaten sorgte die Havarie der "Costa Concordia" für Schlagzeilen, nun rammte erneut ein Schiff in italienischen Gewässern einen Felsen: Vor Sizilien lief ein Tanker auf, die Besetzung konnte gerettet werden.

Öltanker "Gelso M": Bei schwerer See auf Grund gelaufen
AP

Öltanker "Gelso M": Bei schwerer See auf Grund gelaufen


Rom - Ein unbeladener italienischer Öl-Tanker ist während eines Sturms vor der Insel Sizilien auf einen Felsen gelaufen. Die rund 2008 in der Türkei gebaute 150 Meter lange "Gelso M" habe ein Leck im Maschinenraum und sei in Schieflage geraten, teilte die Küstenwache am Samstag mit. Verletzt wurde niemand.

Aufgrund der starken Schräglage, mit der das Schiff auf dem Riff festsaß, konnten die Rettungsboote allerdings nicht zu Wasser gelassen werden. Zudem war die See zu aufgewühlt, so dass sich Schiffe der Küstenwache nicht nähern konnten. Die 19-köpfige Besatzung wurde deshab mit einer riskanten Rettungsaktion von Hubschraubern von Bord des havarierten Schiffs geholt.

"Die Helikopter mussten wegen des schrecklichen Wetters unter kritischen Umständen fliegen, aber jetzt ist die Crew in Sicherheit", sagte Küstenwachen-Offizier Filippo Marini dem TV-Sender Sky TG24. Experten prüfen nun, ob der 11.000-Tonnen-Tanker trotz der Schlagseite in einen Hafen geschleppt werden kann. Das Schiff war auf dem Weg von Venedig in den sizilianischen Hafen Augusta, als es auf der Höhe der Stadt Syrakus einen Felsen rammte, wie es weiter hieß.

Stürmisches Wetter traf auch andere Teile des südlichen Mittelmeeres. Auf Malta starb ein britischer Tourist, der von einer Welle ins Meer gerissen wurde, wie Medien berichteten. Auf der Insel selbst blockierten umgestürzte Strommasten und Bäume mehrere Straßen. Auch zahlreiche Boote wurden beschädigt.

Vor knapp zwei Monaten war das italienische Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" vor der italienischen Insel Giglio gekentert. Mindestens 25 Menschen starben, sieben weitere werden immer noch vermisst. Auch bei diesem Unglück hatte es Probleme mit Rettungsbooten gegeben, die wegen der Schieflage des Schiffes nicht zu Wasser gelassen werden konnten. Die italienische Kreuzfahrtreederei Costa Crociere gibt dem Kapitän Francesco Schettino die Schuld an dem Unglück.

mak/dpa



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