Flugzeugabsturz in Kolumbien Suchteams finden Blackboxes

Warum stürzte eine Chartermaschine beim Landeanflug auf Medellín ab? Die meisten der 77 Menschen an Bord, darunter ein Fußballteam aus Brasilien, kamen ums Leben. Nun wurden die Blackboxes des Flugzeuges gefunden.

Überreste der Unglücksmaschine
REUTERS

Überreste der Unglücksmaschine


Nach dem Absturz eines Flugzeugs in Kolumbien sind die beiden Blackboxes der Unglücksmaschine gefunden worden. Das teilte das kolumbianische Transportministerium laut Medienberichten mit.

Wie die Katastrophenschutzbehörde mitteilte, seien nicht wie bisher mitgeteilt 81 Passagiere, sondern nur 77 Passagiere an Bord gewesen. Vier Personen, darunter der Bürgermeister der Stadt Chapecó, hätten die Reise nicht wie erwartet angetreten. An Bord der Chartermaschine vom Typ British Aerospace 146 der bolivianischen Gesellschaft Lamia war unter anderem das Fußballteam des AF Chapecoense, als sie um 22.34 Uhr Ortszeit (4.34 Uhr Mitteleuropäischer Zeit) in bergigem Gelände abstürzte.

Ein Grund für den Absturz könnte nach Angaben der Luftfahrtbehörde Treibstoffmangel sein. Auch von Fehlern in der Bordelektronik der Maschine war die Rede.

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Flugzeugabsturz in Kolumbien: Trümmerfeld am Hang

Zunächst hatten die Behörden angegeben, 75 Menschen seien gestorben. Mittlerweile wurde die Todeszahl auf 71 korrigiert, sechs Menschen hätten überlebt. Die Maschine verunglückte beim Landeanflug auf den Flughafen Rionegro. Der Klub sollte am Mittwoch das Finalhinspiel der Copa Sudamericana, vergleichbar mit der Europa League, gegen Atlético Nacional aus Medellín bestreiten.

Der brasilianische Staatspräsident Michel Temer ordnete eine dreitägige Staatstrauer an.

kry/dpa



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