Kolumbien Tribüne in Stierkampfarena eingebrochen – mehrere Tote

Im kolumbianischen El Espinal ist es zu einem Unglück gekommen: Während eines Stierkampfs ist eine dreistöckigen Holztribüne teilweise eingestürzt. Mehrere Menschen starben, mehr als 60 weitere wurden verletzt.

Beim Einsturz eines Tribünenteils in einer Stierkampfarena in Kolumbien sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 60 Personen seien verletzt worden, sagte der Gouverneur des Departments Tolima, José Ricardo Orozco, dem Sender Blu Radio.

Wie die Chefin des staatlichen Instituts für Familienfürsorge, Lina María Arbeláez, bei Twitter mitteilte, starb auch ein drei Jahre altes Kind. Orozco sprach zudem von etwa 30 Schwerverletzten. Das sei aber nur eine vorläufige Bilanz. Die Rettungskräfte seien immer noch dabei, die Verletzten in umliegende Krankenhäuser zu bringen.

Auf Videos des Vorfalls ist zu sehen, wie auf einer Seite der Arena der Stadt El Espinal die mit Menschen gefüllten Holztribünen einstürzten. Die Ursache für das Unglück ist bisher unklar.

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In der Arena fand am Sonntag nach Medienberichten eine »Corraleja« genannte Stierkampfveranstaltung zum Peter- und Paul-Fest statt. Hunderte Menschen waren gekommen, um dem Spektakel zuzusehen. Nach einem Bericht der Zeitung »El Tiempo«  verbreitete nach dem Vorfall ein Stier Panik in den Straßen der Stadt.

El Espinal liegt gut 150 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Bogotá.

Staatspräsident Iván Duque kündigte auf Twitter Ermittlungen an . Er sprach von einer »schrecklicken Tragödie«. Duques gewählter Nachfolger Gustavo Petro verbreitete bei Twitter ein Video des Vorfalls . Dazu schrieb er, er bitte die Lokalverwaltungen des Landes, keine Veranstaltungen mehr zu genehmigen, bei denen Menschen oder Tiere getötet würden.

Petro erinnerte zudem an eine ähnliche Tragödie: Im Jahr 1980 war in der Stierkampfarena in Sincelejo, der größten Kolumbiens, eine überfüllte Tribüne eingestürzt. Mindestens 300 Menschen starben damals.

aar/dpa
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